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Brunsbütteler Schleusen : Baustellen-Infos ab Ostern möglich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schleusen-Besucherzentrum: Stadt und WSA mit Vertragsverhandlungen auf der Zielgeraden.

Es hat lange gedauert, doch jetzt kommt Bewegung im das Thema „Schleusen-Besucherzentrum“. Wie berichtet, will die Brunsbütteler Volkshochschule (VHS) in den blauen Bürocontainern an der Schillerstraße – in Sichtweite zu den Kanalschleusen – über die Baustelle auf der Mittelinsel informieren. Eigentlich sollte das bereits im vorigen Jahr passieren, doch die Container kamen erst im Herbst. Zuletzt fürchtete VHS-Leiterin Elke Schmidt-Wessel, dass das Projekt auch in dieser Saison nicht starten könnte. Doch Bürgermeister Stefan Mohrdieck ist zuversichtlich, das Besucherzentrum noch rechtzeitig zu Ostern öffnen zu können.

Die Würfel fallen allerdings erst am Gründonnerstag, wenn die Ratsversammlung tagt. Dann sollen die Verträge mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) abgesegnet werden. Das WSA ist Eigentümer der Fläche. Die Stadt wird Mieter und überlässt das Besucherzentrum der VHS zur Nutzung.

Dass es so lange gedauert habe, sei in den langwierigen Verwaltungsvorgängen bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung begründet, sagt Mohrdieck. Vertragsverhandlungen zögen sich dadurch in die Länge. An mangelnder Vorleistung fehle es nicht, betont WSA-Chefin Gesa Völkl. „Wir haben kräftig investiert.“ Die Container waren Teil der Ausschreibung für den Schleusenbau.

Die Container gelten als der bestmögliche Kompromiss, um die Baustelle einem interessierten Publikum nahe zu bringen. Denn auf die Mittelinsel darf niemand – das gilt als zu gefährlich. Und es würde auch die Abläufe stören. Schon bevor die Vorarbeiten für die dritte große Schleuse begannen, waren sich WSA Brunsbüttel und die VHS der Schleusenstadt darüber einig, dass die Großbaustelle ein Publikumsmagnet sein könnte. Mit Hilfe des WSA wurden 14 Schleusenführer ausgebildet, die ehrenamtlich bei der VHS tätig sein sollen.

Wenn, wie von der VHS erhofft, der Betrieb tatsächlich zu Ostern startet, fehlt immer noch eins: die Werbung für dieses Angebot. Dazu hätte das Marketing eigentlich schon im vergangenen Herbst anlaufen müssen, hatte Mordieck kürzlich erklärt. Seine Befürchtung: Auch dieses Jahr wird für das Schleusen-Besucherzentrum nur ein Rumpfgeschäft.

Ob das Besucherzentrum die Erwartungen erfüllen kann, ist offen. Einerseits entsteht auf der Mittelinsel kein Hochbau, sondern es wird eine Schleuse gegraben. Den Einblick in die Baustelle sollen Web-Cams ermöglichen, die die Bilder in die blauen Container an der Schillerstraße liefern. Wobei der Datenschutz für die auf der Baustelle tätigen Arbeiter gewahrt werden muss. Viel mehr als Übersichtsbilder dürften kaum möglich sein.

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erstellt am 18.Feb.2016 | 12:06 Uhr

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