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Parkplätze : Baustelle: Geschäftsleute genervt

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Michael Klingbeil und Christian Püster möchten, dass während der Bauphase Parkfläche am Markt freigegeben wird

von
erstellt am 03.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Michael Klingbeil und Christian Püster sind genervt. Vor ihren Geschäften am Markt ist eine Großbaustelle – von den Stadtwerken und der Stadtentwässerung. Was dadurch fehlt sind Parkplätze. „Das ist geschäftsschädigend“, sagt Püster, Inhaber des Hotels Anno 1617.

Michael Klingbeil (56) musste sein Café wegen der Baustelle sogar zwei Tage lang schließen. Jetzt hat er das Problem, dass viele Kunden keinen Parkplatz finden. Denn neben der Baustelle vor dem Geschäft gibt es auch eine weitere in der Großen Danneddelstraße. Und die ist damit zum Parken gesperrt.

Deshalb hat er an die Stadtverwaltung geschrieben, dass der Marktplatz während der Bauphase zumindest sonntags zum Parken freigegeben werden sollte. Gestern kam das „Nein“ aus dem Rathaus. „Morgen ist verkaufsoffener Sonntag, das verstehe ich ja noch“, sagt der Konditormeister. Am darauffolgenden Sonntag ist Jahrmarkt, da sei auch nichts zu machen. Aber die Baustelle am Markt würde bis zu den Matjeswochen gehen, die in der Danneddelstraße sogar bis zum Jahresende. „Ich möchte, dass uns die Stadt entgegenkommt.“

Christian Püster (48) würde es begrüßen, wenn der Marktplatz immer dann frei gegeben wird, wenn dort keine Märkte sind. „Es reicht, wenn es ein Teilstück ist.“ Der Hotelier weiß, dass der Platz unter Denkmalschutz steht und deshalb dauerhaftes Parken dort nicht erwünscht ist. „Aber bei Konzerten und Beerdigungen wird er auch freigegeben.“

Der Hotelier hatte jetzt gerade das Problem, dass zwei Gäste bei ihm fünf Nächte gebucht hatten, dann aber wieder absagten. Die Begründung war die Baustelle.

Eine andere Sache ist das Straßencafé des Anno 1617. Dort kann Püster wegen der Arbeiten keinen Windschutz aufstellen. „Wahrscheinlich erst ab den Matjeswochen.“ Beiden Geschäftsleuten gehen erhebliche Einnahmen verloren.

Positiv äußern sie sich über die Mitarbeiter der Baufirma. Sie seien sehr verständnisvoll. „Sie geben sich wirklich alle Mühe“, sagt Michael Klingbeil. „Über das Wochenende haben sie sogar den Bagger aus der Baustelle gefahren“, sagt Christian Püster.

Die Großbaustellen am Markt und in der Danneddelstraße sind ein gemeinsames Projekt von Stadtentwässerung und Stadtwerken. Jetzt am Markt wurden große Gruben gegraben, um zum einen die Gasleitungen zu erneuern und Wasserleitungen tiefer zu legen.

„Die Anbindung war komplizierter als gedacht“, sagt Stadtwerkeleiter Karl-Heinz Jacobs auf Anfrage. Im Untergrund gab es so einige Überraschungen. Gefunden wurden alte Leitungen, die sich gegenseitig kreuzen. Zum anderen hätte die Stadtentwässerung letztlich tiefer graben müssen als ursprünglich geplant. Dadurch sei es zu den breiten Baugruben gekommen. Und dann zeigte sich, dass die Anbindung an die Gasleitungen der Danneddelstraße komplizierter als gedacht war. Deshalb entstand die große Baugrube vor der Apotheke und die andere vor dem Schwibbogen.

Bis zu den Matjestagen – sie beginnen am 12. Juni – soll die Baustelle am Markt weg sein. „Dann wird sie 20 Meter bis rein in die Danneddelstraße gehen“, erklärt der Stadtwerkeleiter. „Wir gehen davon aus, dass wir das schaffen.“ Die Baustelle dort geht demnächst auch in weitere Straßen hinein: In ein Teilstück der Bohnstraße bis hin zum Glückwerk in der Großen Kremperstraße.

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