Klinikum Itzehoe : Baustart für Parkhaus

Dicht geparkt: Wie hier in der Carl-Stein-Straße ist rund um das Klinikum tagsüber kaum ein freier Parkplatz zu finden.
1 von 3
Dicht geparkt: Wie hier in der Carl-Stein-Straße ist rund um das Klinikum tagsüber kaum ein freier Parkplatz zu finden.

Das Itzehoer Krankenhaus investiert knapp neun Millionen Euro in einen fünfstöckigen Neubau mit fast 700 Stellplätzen. Die Einweihung ist für November geplant.

von
08. Februar 2018, 05:00 Uhr

Es soll die Lösung für ein seit Jahren bestehendes Dauerproblem sein: Am Klinikum Itzehoe ist der Bau eines fünfgeschossigen Parkhauses mit fast 700 Stellplätzen gestartet. 8,8 Millionen Euro kostet der Neubau, Anfang November soll er in Betrieb gehen.

Bis dahin müssen sich Anwohner in den umliegenden Straßen noch damit leben, dass tagsüber alles mit Autos zugeparkt ist – teilweise auch abseits regulärer Parkflächen. „Man kennt es hier gar nicht anders. Viele Fremde parken an unserer Straße und wir sehen ja, dass die dann meistens in Richtung Krankenhaus laufen“, sagt eine Anwohnerin. Neben Besuchern, so berichten Bewohner der umliegenden Straßen, würden auch viele der mehr als 2000 Mitarbeiter des Krankenhauses außerhalb des Geländes parken.

Wie tief der Frust darüber bei einigen Anwohnern sitzt, zeigt eine Episode von der eine Klinikmitarbeiterin berichtet: Nach den Schneefällen im Januar fand sie ihr in der Louis-Pasteur-Straße geparktes Auto nach Feierabend völlig zugeschüttet mit Schnee vom Gehweg vor. Sie habe durchaus Verständnis dafür, dass die Anwohner genervt seien, so die Autofahrerin, aber so eine Art Selbstjustiz sei doch auch keine Lösung.

Die soll nun das neue Parkhaus bringen. Für den fünfgeschossigen Neubau, der jetzt an der Robert-Koch-Straße entsteht, fallen zwar 128 bisherige Parkplätze weg. „Unter dem Strich entstehen aber 559 neue Stellplätze“, sagt Werner Christiansen, technischer Leiter des Klinikums. „Das ist nahezu eine Verdopplung der vorhandenen Parkfläche.“

Aus Sicht des Krankenhauses werden „drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, betont Verbandsvorsteher Reinhold Wenzlaff: „Es ist ein großer Schritt für die Mitarbeiter, mehr Service für Patienten und Angehörige und eine Verbesserung für die Anlieger.“ Schon in den vergangenen Jahren sei der Parkraum kontinuierlich ausgebaut worden. „Aber jetzt können wir endlich einen großen, sichtbaren Schlusspunkt unter die ewigen Parkplatz-Diskussionen setzen.“

Das Parkhaus werde nach „gehobenen Qualitätsstandards“ gebaut, sagt Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. Die Breite der Parkplätze sei auf die Größe der heutigen Autos abgestimmt, das Gebäude werde gut beleuchtet. Zwei Aufzüge sorgen künftig für Barrierefreiheit. „Die Fassade ist etwas Neues in der Region“, so Ziegler. Die geplante Holzlamellen-Konstruktion lockere den großen Bau nicht nur optisch auf, sondern sorge auch für eine ausgeklügelte Belüftung.

Während der Bauzeit im Laufe des Jahres könne sich die Parkplatz-Situation aber zunächst in Stoßzeiten tendenziell verschlechtern, sagt Klinikumssprecherin Katrin Götz. Für Mitarbeiter werde deshalb der Schotterparkplatz gegenüber des Haupteingangs erweitert, Besucher können auf Parkplätze entlang der Robert-Koch-Straße ausweichen. Ziegler bittet um Verständnis für Unannehmlichkeiten, die während der Bauphase entstehen. Die Geduld werde sich lohnen: „Es ist ein deutlicher Schritt nach vorn.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen