Bauhof: Entscheidung vertagt

Reinhard Rübner
Reinhard Rübner

Sanierung am bisherigen Standort oder Einmietung am ehemaligen Kasernengelände / Neubau der städtischen Einrichtung vom Tisch

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25. November 2018, 17:18 Uhr

Regenwasser leckt und kleckert seit geraumer Zeit durch das betagte Dach des Bauhofgebäudes. Die Mittel für eine Neueindeckung in Höhe von 220 000 Euro stehen seit 2017 im Haushalt und das Thema wurde bereits mehrfach diskutiert. Ein Beschluss steht noch aus und wurde auch im jüngsten Ausschuss für Werke und Betriebe nicht gefasst.

Der Vorsitzende Reinhard Rübner (SPD) wollte vielmehr ein Meinungsbild über drei mögliche Varianten einholen. Neben der Neueindeckung des Daches am relativ alten Gebäude standen der Bau einer gänzlich neuen Unterkunft für den kommunalen Hilfsbetrieb und die Einmietung auf dem ehemaligen Kasernengelände zur Diskussion. Zudem ging es um eine Machbarkeitsstudie, für deren Erstellung auch bereits Mittel in den Haushalt eingestellt worden waren. Geschoben worden sei das gesamte Thema auch, weil dem neuen Bauhofleiter Stefan Manikus Gelegenheit gegeben werden sollte, sich ein Bild von der Situation zu machen, so Rübner. Dessen Fazit: Daumen hoch für den Innenzustand und runter für den Zustand des Daches. Mit einem neuen Dach wäre das Gebäude auf einem guten Stand für die nächsten Jahrzehnte, erklärte Bürgermeister und Bauhofchef Axel Pietsch. Auch die zunächst als zu hoch eingeschätzte Summe von 220 000 Euro für die Eindeckung der 1700 Quadratmeter Dachfläche stehe nicht mehr in Frage, ergänzte Rübner.

Angesichts der Tatsache, dass ein Gelände am Klärwerk nicht mehr zur Verfügung steht (weil es für den Bau der Trocknungsanlge benötigt wird) plädierte auch Dieter Schaaf (CDU) dafür, von einer weiteren Standortsuche abzusehen und lieber die Dachsanierung vorzunehmen. Der Parteikollege Hans-Jörg Krützfeld fragte nach dem zukünftigen Platzbedarf des Bauhof mit eventuell neu angeschafften Geräten.

Eine Abwägung von Sanierung und Anmietung regte Klaus Jahnke (BFK) an. Aus seiner Sicht wird für die Instandhaltung des alten Bauhofs eine Summe von 400 000 Euro für Gebäude, Heizung und Fenster fällig. Für die Anmietung eines Gebäudes auf dem Gelände der ehemaligen Liliencron Kaserne müsste die Stadt eine Miete in Höhe von 3000 Euro monatlich zahlen, auf zehn Jahre festgelegt, plus rund 170 000 Euro für notwendige Umbaumaßnahmen. Als Vorteil nannte er außerdem eine mögliche Erweiterung durch die Anmietung weiterer Fläche auf dem Gelände. Aus seiner Sicht sei die Miet-Variante nicht ganz vom Tisch, so Jahnke.

„Wir sollten uns von Externen über die zwei Varianten schlau machen lassen“, riet Rübner und außerdem das Vorhaben einer Machbarkeitsstudie umsetzen.

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