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Straßenbau : Baufirma sorgt für Ärger in Stördorf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Für den Bau der B 5-Behelfsbrücke wurde die Zufahrt eines Landwirts komplett zugestellt. Ordnungsbehörde will jetzt einschreiten.

„Man bietet einen kleinen Finger, und dann nimmt man die ganze Hand!“ Die Stördorfer Gemeindevertreter haben kein Verständnis für das Verhalten einer Baufirma, die am Bau der Behelfsbrücke im Zuge der Umgehungsstraße Wilster in Honigfleth beteiligt ist.

Diese hatte zwar wegen der Aufstellung eines Baucontainers am Wendehammer der Zufahrt zum Gehöft von Martin Sühl nachgefragt, dann aber mit mehreren Containern, Müllcontainern und Baumaterial sowie mit parkenden Fahrzeugen der Mitarbeiter den Platz mehrfach vollständig blockiert. Teilweise war sogar die Zufahrt zu einem Feuerlöschbrunnen nicht mehr möglich. Milchtankwagen, Fahrzeugen der Abdeckerei und auch Müllfahrzeugen war die Zufahrt zum Sühl-Hof mehrfach erschwert oder gar versperrt worden. „Das ist ein unhaltbarer Zustand“, schimpfte der Landwirt.

„So etwas können wir nicht länger hinnehmen“, war sich Martin Sühl mit seinen Ratskollegen in der Stördorfer Gemeindevertretung einig. Ein Umsetzen der Container auf Teile der angrenzenden Grünflächen sei nicht ausreichend, hieß es im Gemeinderat. Die Fahrzeuge der Mitarbeiter hätten dennoch mehrfach die Zufahrt blockiert.

Eine von der Baufirma angepeilte Sondernutzung des Wendehammers für die Dauer des B5-Ausbaus auf drei Fahrspuren wollten die Stördorfer nicht hinnehmen und erlaubten jetzt nur die Aufstellung eines einzigen Containers für Baubesprechungen. Sven Baumann aus dem Amt Wilstermarsch rechnet damit, dass sich die Bauarbeiten bis zum Sommer 2019 hinziehen könnten.

Für die Zahlung einer Gebühr für die Sondernutzung fehlt der Gemeinde eine rechtlich verbindliche Satzung. Jetzt soll die Baufirma aber auf dem Umweg über die Ordnungsbehörde des Amtes Wilstermarsch zur Kasse gebeten und im Übrigen aufgefordert werden, den Wendehammer über den Besprechungscontainer hinaus komplett zu räumen. Gleichzeitig wird die Verwaltung jetzt eine Satzung für die Sondernutzung erarbeiten, um dann entsprechend handeln zu können.

An der Diskussion und Abstimmung hatte sich Bürgermeister Helmut Sievers nicht beteiligt. Er erklärte sich als befangen, weil er den besagten „kleinen Finger“ zwar gezeigt hatte, dann aber von der massiven Blockade des Wendehammers selbst überrascht gewesen war.

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