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In der Wilstermarsch : Bauernmarkt als gelebte Tradition

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Besucherandrang in Wilster wie seit Jahren nicht mehr. Veranstalter sind rundum zufrieden.

Die Erbsensuppe war schon am frühen Nachmittag ausverkauft: Bei herrlichem Wetter erlebte der 25. Bauernmarkt gestern in Wilster einen Besucherandrang wie seit Jahren nicht mehr. „Alles prima“, zog Mitveranstalter Peter Wischmann zufrieden Bilanz. Gemeinsam mit Colo-Wirt Michael Mehrens, den Alttraktorenfreunden Westküste und dem landwirtschaftlichen Verein hatte er ein Angebot präsentiert, bei dem für jeden etwas dabei war. „Ein herrlicher Tag“, freute sich bei der Eröffnung auch Amtsvorsteher Helmut Sievers, dass das Wetter voll mitspielte. Begeistert zeigte er sich, dass die Wilstermarschgemeinden fast komplett seinem Aufruf gefolgt waren und für eine in dieser Form einmaligen Sternfahrt alte Schlepper präsentierten. Von A wie Aebtissinwisch bis W wie Wilster bewiesen die Gemeinden, dass das Traditionsmotto „Stadt und Land, Hand in Hand“ noch immer Gültigkeit habe.

Bürgermeister Walter Schulz schwärmte von einem „Aushängeschild für Wilster und die ganze Region“. Er lobte die Veranstalter für ihre Engagement. Für Kreispräsident Peter Labendowicz ist der Bauernmarkt „keine Traditionspflege, sondern gelebte und erlebte Tradition“. Da störe es ihn auch gar nicht, wenn er am frühen Sonntagmorgen durch das laute Tuckern alter Traktoren aus dem Bett gerissen werde.

Auch der Gewerbeverein dürfte mit dem Tag zufrieden gewesen sein. Zum verkaufsoffenen Sonntag war die Stadt voller Menschen. Parallel fanden zudem das Verbandsringreiten und ein Tag der offenen Tür zum 145-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Wilster statt. Die Helfer hatten einen gut frequentierten Shuttle-Dienst zum Gerätehaus eingerichtet.

Wie seit 25 Jahren war der Bauernmarkt aber vor allem ein Treffpunkt für die Menschen. Und da sind auch Flüchtlinge willkommen, wie ein am Knubbeldeutz von Harald Jensen aus Ecklak montiertes Cartoon von Kim Schmidt deutlich machte: Auf die Frage, was man denn wohl zu den vielen Flüchtlingen sagen solle, gab es dort die schlichte Antwort: „Moin!“

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erstellt am 07.Sep.2015 | 13:10 Uhr

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