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Norddeutsche Rundschau

20. November 2017 | 16:38 Uhr

Bauen erst bei Bedarf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Derzeit kein neuer Wohnraum für Flüchtlinge geplant – Geld steht aber weiter bereit

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2016 | 10:30 Uhr

Weil der Zustrom neuer Flüchtlinge fast zum Erliegen gekommen ist, legt das Amt Wilstermarsch alle Pläne für die Schaffung von neuem Wohnraum erst einmal auf Eis. Vorsorglich waren bereits im vergangenen Jahr 1,4 Millionen Euro bereit gestellt worden. „Ich bin froh, dass wir das ein bisschen gebremst haben“, kommentierte St. Margarethens Bürgermeister Volker Bolten auf einer Sitzung des Amts-Bauausschusses.

Dessen Mitglieder hatten sich in den vergangenen Monaten mit dem Thema befasst und dabei auch schon Wohncontainer und Mehrfamilienhäuser besichtigt. Das Geld steht weiter bereit. In zusätzlichen Wohnraum wird aber erst dann investiert, wenn die Zahl der Flüchtlinge wieder sprung- und dauerhaft steigt. Nach einem neuerlichen Votum im Bauausschuss hätte dann Amtsvorsteher Helmut Sievers freie Hand für alle notwendigen Entscheidungen.

Nach Darstellung von Roman Stöckmann vom Bauamt Wilstermarsch liegt die Vorlaufzeit für das Aufstellen von Wohncontainern bei vier bis fünf Monaten. Weil es auch wieder ausreichend Kapazitäten in den Erstaufnahmelagern gebe, reiche die Zeit also völlig aus.

Gleichzeitig gebe es derzeit auch noch genug freien Wohnraum. Nach der letzten Erhebung zu Jahresbeginn könnten in den Wilstermarschgemeinden rund 100 Menschen in angemieteten Räumen Platz finden. In den ersten gut vier Monaten dieses Jahres sind dem Amtsbereich lediglich 28 neue Flüchtlinge zugewiesen worden. Hinzu kommt: Flüchtlinge, die Bleiberecht erhalten, machen je nach Lage die amtlich zugewiesenen Räumelichkeiten auch wieder frei. „Wir müssen keine Container hinstellen, solange es noch genug freien Wohnraum gibt“, meinte denn auch Dammfleths Bürgermeister Delf Sievers. Er war von Anfang an kein großer Freund von Wohncontainern neben den in seiner Gemeinde angesiedelten Schlichtwohnungen an der Stadtgrenze zu Wilster. Eben diese Obdachlosenunterkünftte werden derzeit auch grundsaniert. Weil die Ausschreibung der handwerklichen Arbeiten gute Ergebnisse brachte, kann mit dem Restgeld sogar noch die Regenentwässerung instandgesetzt werden.


>Lesen Sie zum Thema Flüchtlinge auch den Bericht auf Seite 8

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