Bauausschuss beantragt Fördermittel für kaputte Straßen

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19. April 2010, 03:59 Uhr

Marne | Der Winter hat in Marnes Straßen unübersehbar seine Spuren hinterlassen. "Durch die lange Kälteperiode und den übermäßigen Schnee konnte die Feuchtigkeit ungehindert in die Fahrbahndecke eindringen und dort durch das Einfrieren für große Schäden sorgen," sagte Dirk Gülck von der Bauverwaltung Marne anlässlich der jüngsten Bau- und Wirtschaftsausschusssitzung. In den vergangenen drei Wochen hat der Bauhof bereits 80 Eimer Reparaturasphalt verarbeitet, um die schlimmsten Schlaglöcher abzudecken und die Verkehrssicherheit wieder herzustellen.

"Besonders schlimm hat es die Industriestraße getroffen. Der Frost hat für große Risse und Zerberstungen auf der gesamten Straßenfläche gesorgt", so Gülck weiter, der die Kosten allein für die Sanierung der Industriestraße auf 200 000 Euro schätzt.

Weitere 47 000 Euro kommen für die Sanierungsmaßnahmen in der Dr.-Meyer-Straße, Klaus-Groth-Straße, Ringstraße, Goethestraße, Mühlenhofweg, Bürgermeister-Plambeck-Straße und der Schulstraße hinzu.

Frank Eschenbach aus der Bauverwaltung erklärte, dass eine Fördermöglichkeit für die Sanierungsarbeiten durch das Land Schleswig-Holstein in einer möglichen Höhe von 75 Prozent der Kosten in Aussicht gestellt wurden. "Aber wie hoch die Förderquote letztendlich wirklich ist, hängt natürlich von den eingereichten und zu realisieren Maßnahmen ab." Die Mindestantragssumme zur Förderung von Straßensanierungsmaßnahmen liege bei 50 000 Euro. "Da werden sich kleinere Gemeinden schon strecken müssen, um die Summe zusammenzubekommen."

"Wie bekommen wir denn den Eigenanteil zusammen, wenn uns das Land wirklich die Maßnahmen in Höhe von 247 000 Euro bewilligt?" fragte Dr. Klaus Braak (CDU). Bei einer Förderquote von 75 Prozent würde sich sogar eine Kreditaufnahme rechnen, sagte Dr. Frank Häger (KWV) "Aber wenn die Förderquote unter 50 Prozent liegt, müssen wir schon wieder überlegen."

Bis zum 30. April werden beim Land die Anträge gesammelt und erst danach wird eine Förderquote festgelegt.

Der Ausschuss sprach sich schließlich dafür aus, Fördergelder für die Sanierung der Straßenschäden in Höhe von 70 000 Euro zuzüglich der 200 000 Euro für die Industriestraße zu beantragen.

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