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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 13:15 Uhr

Schulen : Bauarbeiten liegen im Zeitplan

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Neue Gemeinschaftsschule nimmt Formen an. Erweiterung des Gymnasiums soll Abiturienten in der Prüfungsphase nicht behindern

„Die Firma hat Wort gehalten.“ Von der Bauamtsleiterin der Stadt Brunsbüttel, Astrid Gasse, gab es ein großes Lob. Mit der Fertigstellung des Rohbaus für die neue Gemeinschaftsschule im Regionalen Bildungszentrum der Schleusenstadt ist das bis zum Jahresende gesetzte Etappenziel erreicht. Davon überzeugten sich bei einem Rundgang über die Baustelle Bürgermeister Stefan Mohrdieck, die stellvertretende Leiterin der Gemeinschaftsschule, Kirsten Werner, der Chef des Gymnasiums, Hans-Walter Thee, sowie vom Förderzentrum dessen Schulleiter Guido Sell, Erwin Faßmoor als Standortbeauftragter des Förderzentrums Dithmarschen-Süd für Brunsbüttel sowie die Leiterin der schulübergreifenden Ganztagsbetreuung, Susanne Peacock. Das Lübecker Architektenbüro Petersen Pörksen Partner (PPP) wurde durch seinen örtlichen Bauleiter Ralf Momsen aus Itzehoe/Heiligenstedten vertreten.

Auf den Tag genau fünf Monate nach der Grundsteinlegung konnten Verwaltung und Schulleitungen zufrieden feststellen: Die Klassenzimmer bekommen bereits Fenster, Aula und Mensa sind bereits zu erkennen. Im Verwaltungs- und Fachklassentrakt ist der Durchgang noch von Stützen versperrt, da die letzte Betondecke erst vor einigen Tagen geschüttet wurde. Dagegen sind die künftigen Büros und die neue Küche schon begehbar. Die Gemeinschaftsschule soll nicht nur die Schüler der bisherigen Regionalschule aufnehmen, sondern wird das neue Gebäude gemeinsam mit zwei Lerngruppen des Förderzentrums nutzen. Die große Mensa steht später den Gemeinschafts- und Förderschülern sowie den Gymnasiasten zur Verfügung.

Im neuen Jahr sollen die Dachabdichtungsarbeiten sowie der Einbau der Fenster an der neuen Gemeinschaftsschule fortgesetzt werden. Vor das Gebäude soll eine Holzfassade gesetzt werden. Sobald die Schule dicht ist, können Elektriker, Klempner und Heizungsbauer weiterarbeiten.

Vom neuen naturwissenschaftlichen Fachtrakt für das Gymnasium steht bereits das Erdgeschoss mit dem Erdkunderaum und den Biologieräumen. Das erste Obergeschoss mit den neuen Chemieräumen wird vermutlich erst Anfang Februar fertig. Ein Teil der alten Fassade am Gymnasium wurde bereits entfernt. Die weitere Erneuerung der Fassade wird in einzelnen Bauabschnitten im Laufe des neuen Jahres vorgenommen werden. „Dazu werden abschnittsweise ganze Trakte nicht nutzbar sein“, räumte Gasse ein. Verwaltung und Schulleitung arbeiten bereits an einem Konzept für die Unterbringung der Schülerinnen und Schüler während der Bauphase.

Zunächst soll der Abiturjahrgang ab dem 1. Februar 2017 so untergebracht werden, dass Lärmbelästigungen durch die Baustellen nicht bis zu den Abiturienten vordringt. Zwei der zuletzt drei aufgestellten Baukräne sind bereits abgebaut worden. Die Baustellen für Gemeinschaftsschule und Gymnasium werden künftig nur noch von einem Kran versorgt. „Mit dem Bezug der neuen Fachklassen soll der alte Trakt abgerissen werden“, kündigte Bürgermeister Mohrdieck an. „Eine energetische Sanierung wäre unwirtschaftlich gewesen“, führte der Verwaltungschef an.

Der Parkplatz des Gymnasiums, der durch den Baustellenverkehr stark gelitten habe, soll neu angelegt werden. Das gleiche gilt für das Volleyballfeld und den Schulhofbereich der Gemeinschaftsschule. „Bis zur Fertigstellung sind noch 13 Monate nackte Bauzeit erforderlich“, rechnete Astrid Gasse vor, je nach Witterung. Der Umzugstermin könne erst festgelegt werden, wenn Klarheit über witterungsbedingten Ausfälle bestehen. Die Schulleitungen gehen vom Umzug im Lauf des Jahres 2018 aus.

Den Kostenrahmen von bisher 14 Millionen Euro für die Gemeinschaftsschule und neun Millionen Euro für den Fachtrakt des Gymnasiums werde man wohl nicht halten können, kündigte Gasse an, zumal der Baukostenindex in den letzten zwei Jahren jährlich um etwa fünf Prozent gestiegen sei. Man werde möglicherweise bei Gesamtkosten von 25 Millionen Euro landen.


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