Bald kein Zurück mehr

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shz.de von
29. Februar 2016, 11:53 Uhr

Man stelle sich nur einmal vor, ein Betrieb mit 400 Mitarbeitern würde in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Politiker aller Couleur würden sich die Türklinken in die Hand geben. Dazu würden alle denkbaren Interessenvertreter aufmarschieren. Bei den Bauern aber muss offenbar jeder für sich kämpfen. Dabei gibt es sicher auch Landwirte, die Krisen vielleicht nicht bequem, aber doch irgendwie entspannt aussitzen können. Andere geben still und leise einfach auf, weil sie dem Druck nicht mehr standhalten. Und auch bei den Banken und Sparkassen macht sich scheinbar schon Nervosität breit – jedenfalls hinter vorgehaltener Hand. Natürlich will niemand mehr die Bauern-Idylle früherer Jahrhunderte zurückhaben, zumal das Bilderbuch-Landleben auch mehr Illusion ist. Die jetzige Preiskrise in der Landwirtschaft aber kann eine ganze Region für alle Zeiten zu ihrem Nachteil verändern. Irgendjemand wird irgendwann auch wieder von steigenden Preisen profitieren. Ein Zurück für alle anderen gibt es dann aber nicht mehr.

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