China Logistic Center Itzehoe : Bald ist alles voll

Ende des Jahres sollen die Hallen auf dem ehemaligen Druckereigelände an der Störfischerstraße voll sein.
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Ende des Jahres sollen die Hallen auf dem ehemaligen Druckereigelände an der Störfischerstraße voll sein.

Mit einem neuen Kunden sollen die Hallen bis Ende des Jahres voll sein, sagt sagt Holger Scheibel, Geschäftsführer beim China Logistic Center. Am 19. April nimmt das Unternehmen am Tag der Logistik teil.

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08. März 2018, 05:00 Uhr

Wieder werden moderne Regalanlagen in leere Hallen gebaut. Es sind die letzten Flächen, die auf dem ehemaligen Druckereigelände in der Störfischerstraße zur Verfügung stehen – nach nur zwei Jahren. „Mit einem neuen Kunden werden wir die Anlage bis Ende des Jahres voll haben“, sagt Holger Scheibel, Geschäftsführer beim China Logistic Center (CLC). „Deutlich schneller als erwartet.“

Dieser Kunde ist ein „großes Hamburger Handelshaus, für das wir das gesamte Onlinegeschäft abwickeln“. Dies sei von Beginn an die strategische Ausrichtung gewesen: Im Bereich der Online-Logistik habe CLC im Norden eine Leuchtturmfunktion, sagt Scheibel. Dazu gehöre eine sehr hohe Investition jenseits von einer Million Euro, weil sehr kleinteilig gearbeitet werde – bei 90 Prozent der Aufträge werde nur ein einzelnes Teil angefasst. Dazu müsse die Struktur stimmen nicht nur bei der Lagerung, sondern auch beim Datenfluss für die Versand-Software und die Vernetzung mit Paketdiensten. Wie das alles funktioniert, zeigt CLC beim Tag der Logistik am 19. April (siehe unten). Eingeladen ist laut Scheibel jeder Interessierte, gern auch mögliche Kandidaten für Ausbildungen oder Jobs sowie potenzielle Auftraggeber.

Rund die Hälfte der Hallen werde jetzt von CLC und seinen Partnern wie der Firma Summary aus Itzehoe genutzt: „Wir haben knapp 30.000 Paletten.“ Für das Onlinegeschäft würden 10.000 bis 15.000 Artikel kommissioniert. Deutlich mehr werden es mit den Waren des neuen Kunden. Platz entsteht für mehr als 30.000 weitere Paletten. „Dann sind wir hier am Ende unserer Kapazitäten angelangt“, sagt der Geschäftsführer. „Qualifiziertes Wachsen“ ist danach möglich. Dass derzeit freie Flächen bebaut werden, sei nicht auszuschließen – wenn es die entsprechenden Verträge gebe.

All das gelang ohne den beabsichtigten Handel mit China. „Der regionale Markt hat den internationalen Markt überholt“, so Scheibel. Das Geschäft mit China habe sich nicht so entwickelt wie erwartet. Wenn sich etwas ergebe, sei man dankbar – „wenn nicht, ist es für uns in der derzeitigen Lage nicht schlimm“. Die schwarzen Zahlen habe CLC noch nicht erreicht, dafür sei alles zu groß: „Wir sind erst wirtschaftlich, wenn die Anlage zu 80 bis 90 Prozent ausgelastet ist.“

65 Mitarbeiter sind es aktuell, verstärkt soll für den Eigenbedarf ausgebildet werden. Weil im Kreis Lagerlogistiker fehlen, hat CLC mit dem Maritimen Kompetenzzentrum in Hamburg einen Sonderweg entwickelt: Hanselogistiker werden binnen fünf Monaten geschult, die Teilnehmer werden in Zusammenarbeit mit Arbeitsagentur und Jobcenter identifiziert. Nach dem ersten Block hat CLC 14 neue Beschäftigte eingestellt, der zweite folgt jetzt. „Daraus erhoffen wir uns noch einmal 15 bis 20 neue Mitarbeiter“, sagt Scheibel. Gebraucht werden sie in den bald vollen Hallen: „Ich gehe davon aus, dass wir zum Ende des Jahres 100 Mitarbeiter haben werden.“

Tag der Logistik:

Mit dem 11. Tag der Logistik am 19. April  stellt sich die Branche vor   – nach Angaben der veranstaltenden Bundesvereinigung Logistik ist sie der drittgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands mit 263 Milliarden Euro Umsatz und mehr als drei Millionen Beschäftigen. Brunsbüttel Ports ist dabei, erstmals auch das China Logistic Center. Von 15 bis 17 Uhr geht es um das Thema „Logistik hinter dem Online-Handel“ mit einem theoretischen Teil und einem Rundgang. Info und Anmeldung online unter: www.tag-der-logistik.de.

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