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Investitionen : Bahnhofs-Umfeld soll saniert werden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Noch steht nicht fest, was in Glückstadt erneuert werden soll / Fördergelder werden beim Innenministerium beantragt

Ältere Glückstädter kennen sie noch: Die Brücke über die Eisenbahn in der Nähe zum Bahnhof. Darüber wird jetzt neu nachgedacht bei der Stadt. Sie ist Teil der Ideen für die Sanierung des Bahnhofumfeldes. Eine Planung der Stadt, die vom Innenministerium des Landes gefördert werden soll. Dafür – so die Bedingung aus Kiel – muss das Areal zu einem förmlichen Sanierungsgebiet erklärt werden. Dieses haben die Mitglieder des Bauausschusses deshalb in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

Ob es eine Brücke geben wird, ist völlig unklar. Denn Bauamtsleiter Lüder Busch spricht von „erheblichen Investitionen“. Zudem müsste die Bahn als Eigentümer zustimmen.

Die Stadtvertretung hatte bereits dem „Integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (VU) für das Gebiet „Stadtkern“ zugestimmt und auch die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Bahnhof“ gebilligt. Letzteres unter der Voraussetzung, dass das Innenministerium diesem zustimmen würde. Denn gebaut werden soll mit Fördermitteln, die Stadt würde nur ein Drittel der Kosten tragen. Das Ministerium hat inzwischen zugestimmt, so dass die förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes fortgeführt werden kann. Für Anlieger des Areals heißt dies: Auch sie werden zur Kasse gebeten, sie müssen Ausgleichsbeträge für die Wertsteigerung ihrer Grundstücke bezahlen.Es gibt für die Betroffenen noch weitere Auswirkungen: Sie müssen sich vorher Genehmigungen einholen, wenn sie bauen, ein Grundstück teilen oder verkaufen wollen. Wesentliche Bauveränderungen und Nutzungsänderungen gehören auch dazu.

Betroffen sind im Umfeld allerdings nur wenige: Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude – es gehört einem Privatmann – gehört dazu, das griechische Restaurant dahinter und das zur Bahn gelegene Gelände der Stadtwerke. Und auf beiden Seiten längs der Zugstrecke ist die Bahn betroffen. Das überplante Areal schließt an den Seiten ab: einmal zum Bahnübergang Große Kremperstraße und auf der anderen Seite mit dem Stadtwerkegelände. Der dahinter liegende denkmalgeschützte jüdische Friedhof liegt außerhalb des Sanierungsgebietes.

Bei den vorbereitenden Untersuchungen kamen die Gutachter zum Ergebnis, dass im Umfeld des Bahnhofes „städtebauliche Missstände“ herrschen, „die dringend einer Behebung bedürfen“. Um diese zu beheben, so Lüder Busch, „sind voraussichtlich umfangreiche Ordnungsmaßnahmen erforderlich“. Ein Vorschlag der Gutachter ist: Zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes einen Wettbewerb zu veranstalten. Busch: „Vor Durchführung eines Wettbewerbs sind allerdings die planerischen Rahmenbedingungen abzuklären. Dies soll Aufgabe eines Sanierungsträgers werden.“

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erstellt am 28.Jun.2016 | 12:00 Uhr

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