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Glückstadt : Bahn-Areal: Abrissarbeiten gestoppt

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Eigentümerin will Bebauungsplan abwarten. Frühzeitiger Bau von Wohnblöcken für Asylbewerber von der Politik abgelehnt

Die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Eisenbahnausbesserungsgelände (EAW) sind von der Eigentümerin Freya Bigeng gestoppt worden. Die Bagger sind weg. Auf Anfrage teilt sie mit: „Aufgrund der Tatsache, dass die Verwaltung an mich herangetreten ist und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, Wohnungen für Asylsuchende zu bauen, habe ich mit dem Abriss begonnen.“ Dann habe sich jedoch herausgestellt, dass es zwischen Politik und Verwaltung unterschiedliche Auffassungen bezüglich des Baus der Wohnungen gab. Das Projekt wurde von der Politik zurückgestellt.

Freya Bigeng: „Da ich nun bereits mit dem Abriss begonnen hatte, habe ich die große Halle komplett abreißen lassen. Zwischenzeitlich habe ich den Entwurf des Bebauungsplanes für mein Grundstück in Auftrag gegeben. Die Verwaltung steht dem B-Plan-Entwurf wohlwollend gegenüber. Da aber die Politik auch hier das letzte entscheidende Wort hat, habe ich mich, aufgrund meiner gemachten Erfahrungen, dazu entschlossen, mit dem weiteren Abriss solange zu warten, bis auch die Politik ihr Einvernehmen für den Bebauungsplan erteilt hat. Ansonsten hätte ich zwar ein sauberes Grundstück, könnte dieses aber nicht weiter entwickeln.“

Wie berichtet, hatte Freya Bigeng ihre Pläne für mehrere Wohnblöcke für Asylbewerber in einer nichtöffentlichen Sitzung des Bauausschusses Anfang Januar vorgestellt. Die Stadt sollte diese Wohnungen mieten. Vertreter aller Parteien wollten aber keinen Beschluss fassen und legten die Pläne auf Eis. Das bedeutet, dass sie aber noch umgesetzt werden können – dann, wenn ein gültiger Bebauungsplan für das gesamte Gelände erstellt wird. Zurzeit werden Bauten mit Wohnungen für Asylbewerber von der öffentlichen Hand bezuschusst. Möglich ist, dass dafür ein frühzeitiger Bau ermöglicht wird, ohne dass es einen bestehenden Bebauungsplan gibt. So geschehen in einigen Gewerbegebieten.

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erstellt am 08.Mär.2016 | 05:00 Uhr

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