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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 13:15 Uhr

Bagger für Millionen-Projekt rollen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bauarbeiten für Erweiterung des Wilster-Einkaufszentrums sind angelaufen / Mehr Platz für Lebensmittelmarkt – aber auch für die Autofahrer

Mit einem Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro wollen die Investoren Hans-Wilhelm Groth (63) und Horst Höhrmann (55) das Wilster-Einkaufszentrum (WEZ) am Steindamm zu einem der größten ländlichen Shopping-Center im Kreis Steinburg ausbauen. Hier werden künftig 4500 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen.

Der Wilsteraner Immobilienkaufmann und der Bauunternehmer aus Vaalermoor stehen hinter der als Bauherrin auftretenden Groga GmbH & Co. Fonds XIV KG, die vor wenigen Wochen mit dem ersten Bauvorhaben der WEZ-Erweiterung begonnen hat. Auf dem rückwärtigen Gelände des Einkaufszentrums entsteht nach den Plänen des Wilsteraner Architekten Ken Sörensen ein neuer Aldi-Markt mit einer Bruttofläche von 1500 und einer Verkaufsfläche von 1050 Quadratmetern. Nach der Fertigstellung Mitte August verkauft Groga diesen Markt schlüsselfertig an die Aldi-Stiftung als künftigen Eigentümer.

Der Umzug des Aldi-Marktes in den Neubau macht eine entsprechende Erweiterung des Edeka-Marktes Maron auf eine Verkaufsfläche von knapp 2000 Quadratmetern möglich. Dafür soll unmittelbar nach dem Aldi-Umzug mit einer Entkernung der Erweiterungsfläche und einer Fußbodensanierung begonnen werden. „Dafür muss für die Übergangszeit der Getränkemarkt in ein eigens dafür aufzubauendes Verkaufszelt ausgelagert werden“, kündigte Hans-Wilhelm Groth an. In der Endphase des Umbaus wird der Edeka-Markt Anfang November schließen müssen, um dann Mitte November eine große Neueröffnung zu feiern.

Der erweiterte Edeka-Markt wird künftig über zwei Eingänge zu erreichen sein: einen direkt in den Markt und einen zweiten in den Getränkemarkt mit Leergutannahme. Weiterhin in den Markt integriert werden der Tabak- und Pressebereich von Carola Heesch sowie eine Bäckerei mit einem deutlich größeren Cafébereich.

Auftakt des Aldi-Neubaus war die Bohrpfahlgründung. Der Neubau wird auf 84 Betonpfählen stehen, die 18 Meter tief bis in den tragenden Baugrund gebohrt wurden. Darauf soll in den nächsten Tagen eine 35 Zentimeter starke Betonplatte gegossen werden, ehe das Mauerwerk konzeptionell erstellt werden kann. „Der Neubau wird ein Flachdach und eine Glasfassade erhalten“, schwärmt Hans-Wilhelm Groth von den Bauplänen. Auf einen Gasanschluss soll komplett verzichtet werden. „Mit einer Luft-Wärmepumpe wird Aldi die Abwärme aus den Kühlanlagen für die Beheizung nutzen“, beschreibt er das moderne Konzept. Eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf dem Flachdach des Aldi-Neubaus wird den größten Teil der Stromversorgung übernehmen.

Von den Um- und Erweiterungsbauten sind auch die Westwind-Apotheke und die Bäckerei Wrage betroffen. Die Apotheke, die über den Aldi-Eingang zu erreichen sein wird, soll auf eine Fläche von 200 Quadratmetern erweitert werden und muss vorübergehend in die bisherigen Räume der Bäckerei Wrage umziehen. Wie diese nach der Umsiedlung in den Edeka-Markt genutzt werden sollen, ist noch offen. „Wir müssen hier einen Dienstleister ansiedeln; als Verkaufsfläche darf sie nicht genutzt werden“, sagte Hans-Wilhelm Groth. Sonst würde man die genehmigte Verkaufsfläche von 4500 Quadratmetern überschreiten.

Mit einem Ausbau der Pkw-Stellplätze vor dem WEZ wurde bereits begonnen. Das Parken soll für Autofahrer spürbar erleichtert werden. Die Stellplätze sollen künftig 2,80 Meter breit angelegt werden statt bisher nur 2,40 Meter. Die gesamte Beleuchtung des Edeka-Marktes, die Außenbeleuchtung und die Parkplatzbeleuchtung werden auf LED umgestellt, um die Stromkosten zu senken.

Die Bauaufträge für die Gesamtmaßnahme sind fast ausnahmslos an Unternehmen der Region vergeben werden. Dabei ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Maurer- und Betonarbeiten von dem Mitinvestor Horst Höhrmann ausgeführt werden, der auch die Gesamtbauleitung übernommen hat.

Für das Unternehmen Groga ist die WEZ-Erweiterung nicht das einzige Großprojekt. So sind in Kellinghusen ein großer Aldi- und Edeka-Markt geplant, und auch in Horst befindet sich ein Großprojekt mit Edeka, Aldi, Rossmann und einer Apotheke in Zusammenarbeit mit dem Eigentümer Theo Semmelhaack in der Planungsphase.

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erstellt am 02.Apr.2015 | 11:12 Uhr

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