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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 11:51 Uhr

Baden am Kanalstrand erschwert

vom

Schiffe saugen im Vorbeifahren den Sand am Ufer in Kleinwesterland weg/Wasser- und Schifffahrtsamt stoppt Erosion mit Palisaden

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hochdonn | Wer derzeit den Badestrand von Klein-Westerland aufsucht, blickt enttäuscht auf den einstigen Sandstrand. Der wurde nämlich weggespült. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte wurden die Schiffe, die durch den Kanal fahren, immer größer. Damit üben sie einen stärkeren Sog auf das Ufer aus. So verschwand der Sand vom Strand. Das Brunsbütteler Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) reagiert darauf und lässt Palisaden vor das Ufer setzen, um den Sandabtrag zu stoppen.

Auf der Beachparty 2012 waren die Schäden bereits deutlich zu erkennen. Aus der einstigen Sitzbank war ein Hochsitz geworden. Wer dort Platz genommen hatte, konnte die Füße einen halben Meter über dem Boden bequem baumeln lassen.

Der Hochdonner Bauhof des WSA hat mit seinen Mitteln eine Pfahlpalisade vor den Strand gerammt. Die soll das weitere Abspülen des Strandes verhindern. Bereits mit dieser Palisade ist der Spaß am Spurt ins kühle Nass vorbei, hat die Badefreude einen Dämpfer erlitten. Und die Palisade ist nicht das Ende der Fahnenstange, wie Hochdonns Bürgermeister Gerd Raabe weiß.

Raabe wurde vom WSA über die Baumassnahme am Strand informiert. Ganz im Gegensatz zu den Betreibern des nahen Campingplatzes Klein Westerland. Die erfuhren erst durch unsere Zeitung von dem Vorhaben am angrenzenden Strand. ,,Der Erhalt der Badebucht ist für uns wichtig", sagt Bettina von Horsten, die mit ihrer Mutter Hildegard Fanslau den Platz seit vielen Jahren betreibt. ,,Die Badebucht gab es immer hier", fügt sie hinzu und betont deren Bedeutung fürs Geschäft. Denn an heisßen Sommertagen ist es voll am Strand, kommen die Badegäste zum Kaffee, auf ein Kaltgetränk oder ein Eis in die Strandhalle.

Bürgermeister Raabe gegenüber eröffnete das Wasser- und Schiffahrtsamt bereits, was passiert, wenn die Holzpalisade nicht funktioniert. Dann würde der Strand gepflastert werden, mit dem Baden wäre es dann wohl vorbei. ,,Wir haben keinerlei Handhabe", stellt Raabe die rechtliche Situation klar, betont zugleich: ,,Klein Westerland gehört zu Hochdonn wie unsere Schule. Es wäre echt schade, wenn es da zu Ende geht." Die Beachparty soll am 17.August von 12 bis 19 Uhr auf jeden Fall wie geplant stattfinden.

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