Freizeit : Badegäste stürmen Freibad

Bei Sonne und warmen Temperaturen  lockt das Burger Bad  viele Gäste.
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Bei Sonne und warmen Temperaturen lockt das Burger Bad viele Gäste.

Vielversprechender Auftakt im Burger Waldschwimmbad: 700 Besucher mehr als im Vorjahreszeitraum.

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18. Juni 2014, 12:37 Uhr

Schwimmbad-Wirtin Silvia Lenz, die auch die Kasse verwaltet, ist zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Badesaison 2014. Im Mai kamen 4705 Badegäste und damit 700 mehr ins Burger Waldschwimmbad als im Vorjahr. Ob eine Saison erfolgreich wird oder nicht liegt vor allem am Wetter. Ist es warm und die Sonne scheint, ist das Waldschwimmbad voll.

Fehlen Sonne oder die richtigen Temperaturen, freuen sich die Wasserballer im Attraktionsbecken über reichlich Platz, so wie am Montag zwei 13-Jährige Schüler aus Burg und Großenrade. Sie hatten das Becken für sich allein. Ebenso erging es den Angehörigen der älteren Generation im Schwimmerbecken. Sie zogen in aller Seelenruhe ihre Bahnen.

Für Burgs 1993 gebautes und 1994 eingeweihtes Waldschwimmbad ist es die 21. Saison. Technisch und personell steht das Freizeitbad gut da. Andreas Engelke (Foto) ist jetzt fest Angestellter Badebetriebsleiter. Schon 2013 leitete der 57-jährige Barsflehter den Badebetrieb im Waldschwimmbad, damals noch als Saisonkraft. Seine Kollegin, Schwimmmeisterin Anja Neumann, ist von Anbeginn an dabei, ebenso wie Silvia Lenz.

Offen ist noch wie viel Kosten die Gemeinde mit der 2013 eingebauten neuen Heizungsanlage sparen wird. 2011 bestellt, 2012 geliefert und nach viel Hin und Her 2013 endlich eingebaut (wir berichteten), läuft der riesige Luftwärmetauscher bisher störungsfrei. Burg ist weit und breit das einzige Bad, welches diese Technik zur Wassererwärmung nutzt. Der alte Gasbrenner hatte nach 20 Jahren ausgedient. Nun wartet Kämmerer Marco Strufe auf die erste Jahresabrechnung mit der neuen Anlage.

Der Gasverbrauch ging natürlich erwartungsgemäß stark zurück, denn die neue Anlage verwandelt den Strom direkt in Wärme. Selbst ablesen kann die Gemeinde den Verbrauch nicht. Die Ablesung erfolgt per Fernablesung durch die SH-Netz AG. Das braucht seine Zeit. So nennt Strufe es ,normal, wenn im Juni die Vorjahresabrechnung noch nicht vorliegt. Erwartet wird sie allerdings täglich. Das Ziel ist hoch gesteckt: 20 000 Euro will die Gemeinde als Betreiber des Waldschwimmbads jährlich an Energiekosten einsparen mit der neuen Heizung, so lautete die Vorgabe der Burger Gemeindevertretung bei Anschaffung der rund 200 000 Euro teuren Anlage. Erst wenn die Abrechnung da ist, Gas- und Strom gegeneinander aufgerechnet sind, wird sich zeigen, ob Burg mit dem Kauf eines Luftwärmetauschers als Schwimmbadheizung richtig lag.

Eine Wassertemperatur von 25 Grad im Schwimmer- und 26 Grad im Attraktionsbecken schafft die Anlage jedenfalls, wie Engelke versichert.

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