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Grosse musikalische Leistung : Bach-Oratorium auf hohem Niveau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Chöre, Solisten und Instrumentalisten beeindrucken unter der Leitung von Florian Hanssen das Stadtkirchen-Publikum.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Eine große musikalische Leistung erbrachten die unter der Leitung von Florian Hanssen in der Glückstädter Stadtkirche versammelten Chöre, Solisten und Instrumentalisten. Gemeinsam mit der Kantorei der Elmshorner Thomaskirche hatte der junge Kantor und Dirigent mit dem Chor der Stadtkirche das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach einstudiert.

Was zur Aufführung gebracht wurde, war ein festliches Weihnachtskonzert auf sehr hohem Niveau. Schon die zwei Chöre mit den vielen Sängern brachten ein großes stimmliches Volumen mit. Unterstützt wurden sie von dem Bach-Projekt Orchester, das mit Bläsern und Streichern die Choräle und Arien unterstützte und auch einen ganz eigenen Teil zu Beginn des zweiten Teils des Oratoriums bestritt. Das traditionelle Weihnachtsoratorium erzählt die Weihnachtsgeschichte in musikalischer Form, wobei dem Tenor die Rolle des Erzählers zukommt. Er trägt den altbekannten Text des Evangeliums, hier nach Lukas, in einer Art Sprechgesang vor, sanft unterstützt von den Instrumentalisten. Tenor Andreas Preuß übernahm einfühlsam diese Aufgabe und überzeugte das Publikum. Hinzu kamen Basssänger Cord Boy, der neben einigen Arien auch teilweise die Rolle des Erzählers übernahm. Ganz besonders ans Herz ging auch sein Duett mit der Sopranistin Linda Joan Berg gegen Ende der Komposition „Herr, dein Mitleid und Erbarmen“. Linda Joan Berg sang mit klarer, gefühlvoller Stimme außerdem einige Arien des Oratoriums. Der Solistin im Alt, Eva Hage, kam die Rolle der Maria zu, die in gesungenen Monologen ihre innersten Gedanken zur Geburt ihres Kindes preisgibt. Die Freude an dieser musikalischen Rolle war der Solistin eindeutig anzusehen und spiegelte sich auch in ihrem klaren Gesang.

Als Sänger und Instrumentalisten schließlich den letzten Ton der dritten Kantate gesungen und gespielt hatten, verharrten die Zuhörer kurz in andächtigem Schweigen. Der anschließende Applaus war dann umso lauter. Minutenlang genossen die Akteure die große Begeisterung des Publikums. Dirigent Florian Hanssen ließ Chöre, Solisten und Instrumentalisten immer wieder beklatschen, bis er schließlich mit guten Weihnachtswünschen die Besucher verabschiedete. Er hatte mit dieser Aufführung Großes geleistet und genoss verdient den Dank des Publikums.

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