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Gewerbeansiedlung in Hohenaspe : B-Plan nach acht Jahren genehmigt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verwertungszentrum Hohenaspe darf sich erweitern. Ein Gutachten und zahlreiche Einwände verzögerten das Projekt.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 14:00 Uhr

Die Firma Verwertungszentrum Hohenaspe kann sich nach acht Jahren Planungs- und Genehmigungsprozess im Gewerbegebiet Burgviert erweitern. Bei ihrer jüngsten Sitzung hat die Gemeindevertretung jetzt den entsprechenden Bebauungsplan geändert und erweitert. Nach der Inbetriebnahme im Jahre 2003 sei es durch den kontinuierlichen Ausbau des Geschäftes zu Lagerengpässen auf dem Gelände gekommen, „deshalb sei die Erweiterung dringend erforderlich“, betonte Bürgermeister Hans-Georg Wendrich. „Hier soll die Lagerung, Sortierung und der Umschlag von Eisen- und Nichteisenmetallen sowie die Lagerung in Containern und Boxen geplant werden.“ Das Verwertungszentrum hat nach dieser Erweiterung eine Betriebsfläche von 4,2 Hektar.

Schon vor acht Jahren hatte die Gemeinde mit der Planung zur Erweiterung begonnen. „Beim Kauf des Grundstückes konnte keiner ahnen, dass diese Planung bis jetzt zur Genehmigung der B-Planänderung und Ergänzung mehr als acht Jahre dauern würde“, sagte Wendrich. Der Bürgermeister erklärte, dass nicht nur die Schallgutachten mehrmals überarbeitet werden mussten. Neben weiteren Gutachten war auch ein Verkehrsgutachten erforderlich. Dass die Planungen ins Stocken gerieten, dafür sorgten zudem Einwohner und Träger öffentlicher Belange mit Einwendungen. Mehrfach wurden diese über den Fortgang des Planverfahrens informiert und beteiligt. „Die Einwohner der Gemeinde Hohenaspe hatten die Möglichkeit, sich während einer Versammlung umfassend zu informieren“, erinnerte der Gemeindechef. Außerdem habe es eine Unterschriftenaktion mit über 500 Unterschriften gegen die Erweiterung gegeben. „Auch damit ging uns Zeit verloren.“ Zudem habe die Anschaffung einer Schrottschere wegen angeblicher Lärmbelästigung für erheblichen Widerstand gesorgt. Nach einer weiteren öffentlichen Beteiligung gingen unter anderen neun Einwände gegen das Planverfahren ein. „Diese Personen wurden vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) schriftlich zu einem Aussprachetermin in die Verwaltung nach Itzehoe eingeladen - keine dieser Personen ist erschienen“, bedauerte Wendrich. Es sei auch ihm klar, dass Verwertung sicher kein einfaches Gewerbe sei. „Die Absicht des Betriebes und der Gemeinde war es, mit der Erweiterung und einer Änderung der Produktionsabläufe eine Verbesserung der Verkehrssituation im Gewerbegebiet und eine Minderung der Lärmemission zu erreichen.“

Mit dem jetzigen Beschluss der Gemeindevertretung sei das Verfahren abgeschlossen und der B-Plan werde endlich rechtskräftig. „Ich freue mich, heute die Unterschrift unter dieses Planvorhaben zu setzen“, zeigte sich der Bürgermeister zufrieden. Dank richtete er an alle Beteiligte sowie an Firmeninhaber Heinrich Stender für die lange Geduld. „Es ist nicht selbstverständlich, wenn einer solange auf die Expansion seines Betriebes warten muss.“ Für die Gemeinde, so Wendrich weiter, sei es eine große Herausforderung gewesen, ein solches Bauleitverfahren durchzustehen. „Manchmal schien es nicht weiter zu gehen - nun aber ist unser Ziel erreicht.“

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