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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 02:07 Uhr

Azubis bringen Straßenlampen auf Sparkurs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 09:44 Uhr

Ein Ausbildungsprojekt der Elektrosparte im Eon-Kernkraftwerk Brokdorf ist mit der Übergabe an die Gemeinde Kudensee offiziell in Betrieb gegangen. Sechs Azubis aus dem zweiten und jetzt dritten Lehrjahr haben die Straßenbeleuchtung mit genau 40 Straßenlampen im Gemeindegebiet von der herkömmlichen Zeitschaltuhr auf eine speicherprogrammierbare Steuerung umgestellt. Die Gemeinde hat dazu für Materialkosten nur knapp 1200 Euro dazuzahlen müssen, während die gesamten Arbeitsleistungen im Rahmen der Ausbildung von dem Energieunternehmen Eon übernommen wurden. Bei den Lehrlingen und ihrer Ausbildungsmeisterin bedankte sich die Gemeinde mit Kaffee und Kuchen an einer gemütlichen Tafel im Gemeinschaftsraum der alten Schule.

Im Namen der Gemeinde dankte Bürgermeisterin Anja Finke zunächst den sechs jungen Auszubildenden sowie ihrer Ausbildungsmeisterin Katja Vierth für ihr Engagement bei dem Projekt zu Gunsten der Gemeinde Kudensee, aber auch der Firma Eon dafür, dass sie sich für die Bewerbung aus der Randgemeinde der Wilstermarsch entschieden habe. „Es hat alles gut geklappt“, bestätigte die Dorfchefin, die als Dokument des jetzt abgeschlossenen Projekts einen ganzen Aktenordner mit den Schaltplänen, der Kalkulation, Wirtschaftlichkeitsberechnung und Detailplanungen entgegennahm. Anja Finke dankte aber auch dem Elektro-Profi Thies Nagel, der die Maßnahme für die Gemeinde als Fachmann begleitet hatte.

Die Lehrlinge selbst – Claire Kirsch (19), Max Gitschel (20), Marwin Sarras (18), Henrik Christian (19), Finja Peters (22) und Christoph Lindemann (18) – erläuterten noch einmal die drei Einzelprojekte der Gesamtmaßnahme.

Herzstück der neuen speicherprogrammierbaren Steuerung ist die im Keller der ehemaligen Schule installierte Schalttechnik, mit der die Kudenseer Straßenlampen nicht nur über den Dämmerungsschalter, sondern auch unterschiedlich geschaltet werden kann – so kann es beispielsweise in der Ferienzeit morgens dunkel bleiben, während in der Schulzeit die Brenndauer entsprechend variiert werden kann.

Als zweites Teilprojekt wurde in Sushörn eine Lampe gekürzt und diese als Sockel für ein Solarpaneel verwendet. Damit wird die verbliebene zweite Lampe unabhängig vom Stromnetz betrieben und erst über einen Bewegungsmelder ein- und ausgeschaltet.

Im dritten Teilprojekt wurde beim früheren „Aalkrug“ ebenfalls eine Lampe gekürzt und dort ein neuer Lampenkopf installiert, mit dem zugleich die Stromverteilung für die Straße Fiefhusen verknüpft werden konnte.

„Insgesamt eine deutliche Verbesserung unserer Straßenbeleuchtung und ein erhöhter wirtschaftlicher Betrieb“, ist die Bürgermeisterin zufrieden.

Anja Finke weiß aber auch, dass nach den ersten Erfahrungen mit der neuen Steuerungstechnik Nachjustierungen für den Betrieb der Straßenbeleuchtung nicht ausbleiben werden.

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