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Parken vor dem Laden : Autos in der oberen Feldschmiede

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Geschäftsleute hoffen auf mehr Kunden: Verkehr soll vom Dithmarscher Platz bis zum La-Couronne-Platz wieder fließen.

Die Fußgängerzone wird erneut kürzer. Und zwar deutlich. Die obere Feldschmiede soll vom Dithmarscher Platz bis zum La-Couronne-Platz für den Verkehr geöffnet werden. Heute behandelt der Stadtentwicklungsausschuss das Thema, danach muss die Ratsversammlung noch zustimmen.

Vor gut einem Jahr hatten die Geschäftsleute in dem Straßenabschnitt Unterschriften gesammelt. Dabei ging es noch um den Bereich vom Dithmarscher Platz bis zur Poststraße, die zur Abfahrt genutzt werden sollte. Die Zustimmung war groß, das Ergebnis war ein Antrag an die Stadt, den Abschnitt zu öffnen und Parkmöglichkeiten zu schaffen. Das soll den Anliegern helfen nach dem Vorbild der Breiten Straße. Denn für diese stellt die Vorlage für die heutige Sitzung fest: „Allgemeiner Tenor ist, dass die Breite Straße durch Öffnung für den allgemeinen Fahrzeugverkehr belebt wurde und sich die Umsätze erhöht haben.“ Das werde auch für die obere Feldschmiede erwartet.

Diese sollte 1992 eigentlich verkehrsberuhigter Bereich werden, doch die Politik entschied sich für die Fußgängerzone, dem Trend der Zeit folgend. Parkbuchten sind dennoch erkennbar, teils zurzeit noch mit Fahrradständern und Bänken belegt. Zehn Parkplätze können bis zur Poststraße ausgewiesen werden.

Dort aber rief die Aussicht auf mehr Durchgangsverkehr die Anlieger auf den Plan, die auch den Wegfall von Parkplätzen fürchteten. Beide Interessengemeinschaften wurden von der Stadt an einen Tisch gebracht – und der „Kompromiss“, so die Vorlage, war die Öffnung bis zum La-Couronne-Platz, so dass der Verkehr nicht durch die Poststraße, sondern vor dem Holstein-Center über die Gartenstraße abfließt. Weitere Parkplätze sind in dem engen Bereich ab Poststraße nicht vorgesehen.

Für Hans-Joachim von Oldershausen von der Landhaus-Apotheke ist ohnehin klar: „Natürlich muss man die Priorität auf die Fußgänger setzen.“ Aus seiner Sicht war die bisherige Lösung in Ordnung, aber die lange Fußgängerzone habe sich vielleicht überlebt. Besonders wichtig sei eine genaue Planung des Verkehrsflusses, denn am Dithmarscher Platz könne nur der Verkehr aus der Bahnhofstraße nach rechts in die Feldschmiede einbiegen. „Alles, was aus der Lindenstraße kommt, findet den Weg gar nicht in die obere Feldschmiede hinein.“ Und der Lieferverkehr befahre diese derzeit stadtauswärts.

Dieses Problem sieht auch Thorsten Pfeiffer vom gleichnamigen Bettenhaus, einer der Initiatoren der Unterschriftensammlung. Für die andere Fahrtrichtung gebe es aber am Dithmarscher Platz keine Ampelphase. „Es ist ein Ausprobieren, ob es funktioniert“, und der Aufwand dafür sei minimal. Wie in der Breiten Straße ist zunächst eine einjährige Testphase vorgesehen.

„Ziel ist es, einen Anliegerverkehr zu haben“, betont Pfeiffer. Den Durchgangsverkehr solle der Feldschmiedekamp weiter aufnehmen – da sei es ein Vorteil, dass die obere Feldschmiede im letzten Teil so eng sei: „Da fährt niemand aus Jux und Dollerei durch.“ Auch auf den Plan der kompletten Öffnung habe es keine negativen Reaktionen gegeben, sagt Pfeiffer. „Die Zustimmung ist auf jeden Fall überwältigend.“


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Stadtentwicklungsausschuss: heute um 16.30 Uhr im Historischen Rathaus. Weitere Themen unter anderem: Erweiterung der Itzehoer Versicherungen und Südspange.

 

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erstellt am 13.Mai.2014 | 11:45 Uhr

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