Wirtschaft : Auszubildende als Filialleiter

Blicken optimistisch in die Zukunft:  Stephan Schack (li.) und Manfred Kowalewski von der Volksbank Itzehoe.
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Blicken optimistisch in die Zukunft: Stephan Schack (li.) und Manfred Kowalewski von der Volksbank Itzehoe.

Die Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe blickt aufs vergangene Jahr zurück

shz.de von
04. Januar 2015, 08:26 Uhr

Die Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe blickt auf ein erneut erfolgreiches Jahr zurück. Wie gewohnt gab es auch 2014 Zuwächse in vielen Bereichen. Mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“ zeigten sich denn auch zum Jahreswechsel die Vorstände Manfred Kowalewski und Stephan Schack: „Wir blicken optimistisch in das neue Jahr.“

Die positive Entwicklung spiegelt sich in den vorgelegten Zahlen. So wuchs die Bilanzsumme um 0,4 Prozent auf 792 Millionen Euro. Das Kreditgeschäft verzeichnete eine Zunahme von 423 auf 438 Millionen Euro – ein Plus von 3,5 Prozent. Dabei lag das Neukreditvolumen mit gut 80 Millionen, so die Vorstände, „wieder auf sehr hohem Niveau“. Wegen der niedrigen Zinsen hätten viele Kunden die Möglichkeiten zur Sondertilgung genutzt.

Mit 54 Prozent habe der Anteil der an gewerbliche Kunden vergebenen Kredite leicht über dem Vorjahreswert gelegen. Die Bank erfülle damit ihren genossenschaftlichen Förderauftrag, die im Geschäftsgebiet tätigen Unternehmen mit Kreditmitteln zu versorgen.

Bei Privatkunden stehe nach wie vor der Wunsch nach den eigenen vier Wänden im Mittelpunkt, zunehmend als Geldanlage. Wichtig auch: die energetische Sanierung bestehender Immobilien. Bei der Finanzierung bevorzugt seien langfristige Zinsfestschreibungen, bis hin zu 30 Jahren. Der Kunde profitiere dabei von dem derzeit „immer noch äußerst günstigen“ Zinsniveau, so die Vorstände.

Bei den Einlagen ergab sich praktisch keine Veränderung (599 gegenüber 603 Millionen Euro im Vorjahr). Immer mehr Anleger entschieden sich dabei für eine Mischung von Aktien oder Aktienfonds. Beliebt sind auch Lebensversicherungen als langfristige Altersvorsorge.

Über eine satte Dividende von nach wie vor sieben Prozent freuen dürfen sich die knapp 15  000 Anteilseigner. Aber auch die Kommunen kommen zu ihrem Recht: Von den rund 5,4 Millionen Euro Steuern, die die Bank zu zahlen hat, entfallen rund 2,3 Millionen als Gewerbesteuer auf die Gemeinden, in denen sie mit einer Filiale vertreten ist. Dank der günstigen Ertragslage könne zudem die ohnehin schon gute Ausstattung mit Eigenkapital weiter ausgebaut werden.

Der Vorstand „sieht seine Strategie durch diese Zahlen bestätigt“, sagte Manfred Kowalewski. Und Stephan Schack wertet das Ergebnis als „Ausdruck des hohen Vertrauens, das Kunden und Mitglieder der Bank entgegenbringen“. Deshalb werde der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt: „Die Geschäfte werden dort betrieben, wo die Kunden leben und arbeiten.“ Auch künftig seien in modernisierten Filialen persönliche Ansprechpartner vor Ort.

Für die Kundenbetreuung in der Fläche bedürfe es einer konstanten Zahl gut ausgebildeter und hoch motivierter Mitarbeiter. „Auf die sind wir stolz“, betont Stephan Schack. Damit das so bleibe, seien die Schulungstage für Fort- und Weiterbildung wieder um 20 Prozent auf nunmehr über fünf Tage pro Mitarbeiter im Jahr erweitert worden. Die Ausbildungsquote liege bei 20 Prozent und sei damit sehr hoch. „Das sichert den nötigen Bedarf an Mitarbeitern für die Zukunft“, so Kowalewski.

Bei der Ausbildung, erläutert der Vorstand, setze die Bank auf praktische Erfahrung. So haben die Auszubildenden schon vom ersten Arbeitstag an nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten Kundenwünsche zu erfüllen. Selbstständiges Arbeiten werde „über eigenverantwortliche Projektarbeit gefördert und gefordert“. In diesem Jahr leiteten deshalb Auszubildende zum ersten Mal in Eigenverantwortung eine Woche lang die Wellenkamper Filiale. Mit der Planungsarbeit im Vorwege, den aufregenden Tagen der „Live-Phase“ und der Auswertung habe sich dieses Projekt „als sehr umfangreich, aber auch sehr lehrreich“ gezeigt.

Traditionell übernehmen die Auszubildenden seit einigen Jahren auch Veranstaltungen wie „Blick in Deine Zukunft“, die Schülern den Beruf des Bankkaufmanns erklärt. In Eigenverantwortung schrieben sie den Beitrag der Bank für die Internetseite www.meinsteinburg.de. Als Highlight gedreht wurde der Film „Wir haben Mäuse“. Vom Drehbuch über Schauspielersuche bis hin zu Planung und Durchführung lag alles in Azubi-Hand. Mit ihren jungen Mitarbeitern und einem motivierten Team lege die Bank den Grundstein für eine sichere Zukunft.


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