Kommunalpolitik : Austritt, aber kein Rückzug

Antje Osterholz
Antje Osterholz

Antje Osterholz tritt aus der FDP aus und legt alle Parteiposten nieder. Die Burgerin will aber weiter in der Gemeindevertretung sitzen.

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01. November 2013, 05:08 Uhr

„Rein persönliche Gründe“ nennt Antje Osterholz für ihre Entscheidung. Die Burgerin hat ihren Austritt aus der FDP erklärt und alle damit verbundenen Ämter niedergelegt. Bisher war sie „überall Stellvertreterin“, wie sie es selbst formuliert. In der Fraktion und im Bezirksverband agierte sie als Vize hinter Stephan Sönnichsen-Berau, bei den Kreis-Liberalen war sie Stellvertreterin von Oliver Kumbartzky. „Ich habe beide noch am Mittwochabend telefonisch von meinem Entschluss unterrichtet.“ Wichtig sei ihr, dass man auch weiterhin zusammenarbeiten könne und dazu gehöre ein anständiger Umgang miteinander. Denn ein kompletter Rückzug aus der Politik sei mit dem Entschluss nicht verbunden.

Den Sitz in der Burger Gemeindevertretung will Antje Osterholz auf jeden Fall behalten. „Dafür mache ich zu gern Kommunalpolitik.“ Besonders der Tourismus liegt ihr am Herzen. „Ich denke dort liegt mit das größte Entwicklungspotenzial für Burg. Da möchte ich auch weiter intensiv mitwirken.“ Neben dem Touristik- und Kulturausschuss arbeitet Osterholz auch weiter als Mitglied im Sozial-, Jugend- und Sportausschuss mit.

Ob sich Antje Osterholz einer anderen Fraktion im Gemeindeparlament anschließen oder sogar einer anderen Partei beitreten will, ließ sie offen. Fest steht für sie aber, dass „man es als Einzelkämpfer schwer hat. Man braucht den Austausch und jemandem, mit dem man sich zusammensetzt“. Und dass sie mit allen Burger Kommunalpolitikern auch weiterhin konstruktiv für die Gemeinde tätig sein möchte, steht ohnehin fest.

Ihren Entschluss hat Antje Osterholz in den vergangenen 14 Tagen gefasst. Sie war auf dem Jakobsweg unterwegs und hatte „viel Zeit zum Nachdenken“. Daher sei die Entscheidung auch nicht überhastet, sondern nach langer, reiflicher Überlegung gefallen. „Ich habe das Für und Wider abgewogen und mir auch über die Konsequenzen viele Gedanken gemacht. Leicht gefallen ist mir der Entschluss trotzdem nicht“, sagt die Kommunalpolitikerin, die jetzt aber sicher ist, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

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