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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 16:19 Uhr

Sturmschäden : Außenhafen bleibt heute gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Treibselberge, Schlamm und ein vom Orkantief “Xaver“ umgerissener Sicherheitszaun sorgen in Glückstadt dafür, dass der Außenhafen für Fahrzeugverkehr dicht ist.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Die Spuren des Orkantiefs „Xaver“ waren gestern noch allgegenwärtig: An vielen Straßen zeugten vom Sturm verbogene Verkehrszeichen von der Naturgewalt und am Glückstädter Außenhafen bestimmen Treibsel, Schlamm und ein von den Fluten umgerissener massiver Sicherheitszaun aus Stahl das Bild. Der Außenhafen bleibt deshalb für den allgemeinen Fahrzeugverkehr auch erst einmal gesperrt.

Dies gilt ebenso für den Wohnmobilparkplatz, wo die obere Schicht der Standflächen aus Grand fortgespült und Infokasten, Schilder sowie Papierkörbe der Sturmflut zum Opfer gefallen sind.

Traurig reagierte am Wochenende Stefanie Ebel auf die Tatsache, dass die erst kürzlich von ihr und ihrem Team an der Spundwand der Docke angebrachte Kunst-Graffiti „Schattenwelten“ die 3,70 Meter über dem mittleren Tidehochwasser eingetretene Sturmflut nicht überstanden hat. Am Freitagnachmittag lief das Hochwasser dann noch einmal mit plus 2,50 Meter auf.

Mit dem Wasserstand war die „Xaver-Flut“ nach 1976 und 1962 übrigens die dritthöchste Sturmflut – dank eines deutlich verbesserten Küstenschutzes ohne schlimmere Folgen. Die gilt auch für die Feuerwehren in Glückstadt und Umgebung. In der Elbestadt gab es zwischen Donnerstagmittag und Freitagnachmittag insgesamt 40 Einsätze für die ehrenamtlichen Kräfte. Dabei handelte es sich um die Beseitigung umgestürzter Bäume, das Absperren von Bürgersteigen wegen heruntergefallener Dachziegel sowie das Schließen der drei Elbstöpen – bereits am frühen Donnerstagnachmittag.

Gleich drei Mal mussten Einatzkräfte zum Provianthaus ausrücken, wo sich bis zu zehn Quadratmeter große Wellblechplatten gelöst hatten und auf die Straße geschleudert worden waren. Mit Hilfe der Drehleiter wurden die sich noch auf dem Dach befindlichen Platten trotz des Orkans kontrolliert auf die Erde befördert. Schwieriger und gefährlicher gestaltete sich die Sicherung weiterer im hinteren Gebäudekomplex nur noch „am seidenen Faden hängenden“ Wellbleche. Nachdem sich das Hochwasser zurückgezogen hatte, wurde auch Hildegard Both-Walberg vom Fährbetrieb erneut das Ausmaß der Naturgewalt bewusst. So war die Elektronik des Anlegers in Wischhafen ausgefallen. Gestern war der Schaden dann behoben und der Anleger in Glückstadt von Treibsel befreit, so dass der Fährbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Auch in Kollmar hatte die Feuerwehr einiges zu tun. Neun Mal wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Teilweise unterstützt von den Wehren Langenhals und Neuendorf ging es auch dort um umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, das Schließen der Stöpe zum Kollmaraner Hafen und nächtliche Kontrollgänge als Deichläufer.

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