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Ausschuss arbeitet lange Liste für städtische Bauprojekte ab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Liste der baulichen Großprojekte ist umfangreich: Stadionsanierung, Kita-Erweiterungsbau, Süvo-Ergebnisse und daraus erforderliche Maßnahmen im Bereich Schmutz- und Regenwasserkanalisation, Erneuerung der Straßenbeleuchtung, Sanierung der Schleuse Kasenort, Brandschutzmaßnahmen im Colosseum, Sanierung des Neuen Rathauses. Maßnahmen, die der Bauausschuss im nächsten Jahr zumindest anschieben will.

Das ist das Ergebnis der Beratung über die Haushaltsansätze, mit denen sich die Ausschussmitglieder unter dem Vorsitz von Sven Horstmann auseinander setzten. „Es herrschte doch sehr viel Einigkeit“, stellte er am Ende der Sitzung fest. Dem von der Verwaltung vorgelegten Beschluss über die genannten Maßnahmen wurde zugestimmt – mit Veränderungen, die im Wesentlichen die Spielplatzgestaltung im Bürgermeistergarten betrafen. Diese wurde aus dem Entwurf herausgenommen – 50 000 Euro waren dafür eingesetzt worden.

Deutliche Signale setzt der Bauausschuss Richtung Städtebauförderungsprogramm. „Wir wollen zeigen, dass wir dafür sind“, unterstrich Horstmann. Und dazu gehört zunächst die Sanierung des Wilstermarsch-Stadions. In dem Zusammenhang wurde eine Flächennutzungsplan-Änderung im Bereich Sportplatz Brook angesprochen. Wenn der Stadionbereich erneuert ist, kann der Brook anderweitig genutzt werden. Horstmann: „In mittelfristiger Zukunft wollen wir den Brook einer Bebauung zuführen, wenn alles so läuft wie wir wollen.“

Für den Kita-Bau im nächsten Jahr werden 650 000 Euro veranschlagt. CDU-Fraktions-Chef Mark Dethlefs fragte nach, ob tatsächlich noch die Chance bestünde, dass der Bau im August nächsten Jahres fertig sei. Roman Stöckmann, technischer Leiter des Bauamts, sah den Termin noch nicht in Gefahr. Nach B-Plan-Änderung und Beschlussfassung der Ratsversammlung im Dezember könne man mit den Arbeiten loslegen. Dann läge es nur daran, „wie gut wir durch den Winter kommen“. Stöckmann: „Wenn alles gut läuft, sind wir sicherlich im August fertig.“ Im Grunde sei es allerdings noch zu früh, das abzusehen.

Die Filmung des Kanalnetzes im Rahmen der Süvo (Selbstüberwachungsverordnung) ist nahezu abgeschlossen, es stehen nur noch fünf Stellen aus. Die Auswertung wird im Sommer nächsten Jahres erwartet. Akutmaßnahmen gab es nicht. „Ich hätte mit Schlimmerem gerechnet“, meinte dazu Roman Stöckmann. Dennoch: „Es wird aber ein hoher Sanierungsaufwand auf uns zukommen.“

Umgerüstet werden sollen auch im nächsten Jahr weitere Straßenlampen. Die Beleuchtung im Klosterhof wird 2015 erneuert, aus dem städtischen Haushalt finanziert. Danach müsse ein neues Paket geschnürt werden, dann werden laut Ausbaubeitragssatzung Anwohner an den Kosten beteiligt. Für Brandschutzmaßnahmen im Colosseum werden im Haushaltsansatz 50 000 Euro veranschlagt, um geforderte Arbeiten bis Ende März auszuführen.

Auf jeden Fall auch ein Projekt des nächsten Jahres werden sollte laut Bauausschuss die Instandsetzung der Kasenorter Schleuse, für die die Stadt vertraglich zuständig ist. Der Sanierungsaufwand war in einer Ausschusssitzung bereits gutachterlich vorgestellt worden. Die Arbeiten könnten möglicherweise in Zusammenarbeit mit dem Deich- und Hauptsielverband erfolgen, der ein Pumpwerk einbauen möchte. Noch fehle die denkmalrechtliche Genehmigung. Die schweren Stürme Xaver und Christian im Hinterkopf, betonte Sven Horstmann, dass es um die Sicherheit der Bewohner in Wilster und der Wilstermarsch gehe.

Ein weiterer großer Haushaltsposten ist letztendlich das Neue Rathaus – mit 220 000 Euro ist die Sanierung veranschlagt. Mehrere Förderanträge seien gestellt worden, es werde nur Geld ausgegeben, wenn auch Geld reinkomme.

Neu wieder in den Haushaltsplanungen des Bauausschusses eingeflossen ist übrigens der Bauhof. Der Bereich unterlag zuletzt den Stadtwerken, geht zurück unter städtische Regie.

Die schließlich einstimmig gefassten Haushaltsansätze müssen nun den Finanzausschuss passieren, dessen Mitglieder sich zur Haushaltsberatung am Mittwoch, 12. November, um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathauses treffen.

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erstellt am 06.Nov.2014 | 13:35 Uhr

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