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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 21:29 Uhr

Ehrenamt : Ausgezeichnete Flüchtlingshelfer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bürgermeister Volker Bolten lobt ehrenamtliches Engagement der St. Margarethener, auch im Namen des Ministerpräsidenten.

„Der Ministerpräsident hat erkannt, dass Flüchlingshelfer eine hervorragende Leistung zeigen“, sagte Bürgermeister Volker Bolten, hielt ein Etui in die Höhe, klappte es auf und präsentierte eine Gedenknadel. Davon händigte er anschließend mehr als 30 aus – an alle in St. Margarethen ehrenamtlich tätigen Flüchtlingshelfer. „Das ist eine Anerkennung, und wir als Gemeinde freuen uns, denn das ist super, was in St. Margarethen läuft.“

Etwa 70 Flüchtlinge leben momentan in der Elbgemeinde. Die Helfer engagieren sich für sie vielfältig – jeder „so wie er es für sich bewerkstelligen kann“, so Bolten. Die einen unterstützen bei der Einrichtung der Wohnungen, die anderen begleiten bei Behördengängen, geben Deutschunterricht und/oder pflegen den Kontakt insbesondere beim Internationalen Café.

Als Koordinator fungiert Raimund Swoboda, bei ihm laufen die Fäden zusammen. Besonderen Dank richtete Bolten auch an Karl-Heinz Schwarz, stellvertretender Bürgermeister. Er habe ihm viel Arbeit bei der Betreuung der Flüchtlinge abgenommen. Schwarz unterstrich ebenso wie Bolten: „Die Hilfsbereitschaft hier ist sehr hoch.“ Im Team machten sich Helfer daran, die insgesamt 22 Flüchtlingswohnungen selbst einzurichten. „Wir haben vieles gespendet bekommen für die Wohnungen“, erzählte Karl-Heinz Schwarz. Das meiste kam aus dem Dorf, aber auch aus der Umgebung, bis Wilster. „Und wir haben sogar ein Doppelbett aus Horst bekommen.“ Als die Flüchtlingsunterkunft in einer Halle auf dem ehemaligen Prinovisgelände aufgelöst wurde, fuhren die St. Margarethener Helfer auch dorthin, um Betten zu holen – 30 an der Zahl. Geldspenden erreichten ebenso die Flüchtlingshilfe in St. Margarethen zur Unterstützung der neuen Mitbürger.

Vornehmlich Familien haben in St. Margarethen ein Zuhause gefunden. „Darunter 25 Kinder, zwei oder drei sind hier geboren“, erzählt Bürgermeister Volker Bolten. Für das Dorf ein willkommener Nachwuchs. Dadurch, dass sich die Zahl der Kinder in der Gemeinde erhöht hat, ist auch die Grundschule im Ort ausgelastet. „Es stellt sich die Frage, ob wir mit unseren Klassenräumen im nächsten Jahr hinkommen“, fügte Volker Bolten hinzu. Und auch die Kindergartenplätze sind besetzt.

Probleme, so unterstreicht Bolten, gibt es mit den Flüchtlingen nicht. Die Stimmung ist gut. Was nicht zuletzt eben auch an der großen Bereitschaft, Hilfe zu leisten, sichtbar wird. Dafür bedankte sich die Gemeinde mit einer Urkunde und der neuen St-Margarethen-Tasche. Dies erhielten neben der Gedenknadel folgende Helfer (zum Teil in Abwesenheit): Thomas Assenheimer, Maike Blunck, Laura Bolten, Svenja Bolten, Uschi Bonn, Rieke Bonn, Benjamin Bonn, Uwe Brandt, Renate Bruns, Dina Dittebrandt, Martina Gravert, Eckart Grulke, Jens Kloppenburg, Elske Kloppenburg, Joachim Köritz, Klaudiya Kostenko, Christa Lau, Helmut Lau, Torben Mohr, Heike Norman, Telse Petersen, Martina Petersen, Reimer Rohwedder, Elke Runkel-Winterstein, Peter Schröder, Karl-Heinz Schwarz, Artur Stieglitz, Raimund Swoboda, Inga Wöbcke, Elna Ribler, Antje Habke und Gerd Schmidt.  

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erstellt am 10.Jun.2016 | 12:00 Uhr

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