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Himmelfahrt : Ausflügler feiern unter Polizeischutz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

1500 Besucher feiern Himmelfahrt in Kollmar / Bis zum späten Nachmittag hatten die 40 Beamten nicht allzu viel zu tun

Die „Vatertagssause“ in Kollmar ist bis zum späten Nachmittag friedlich verlaufen. Nach Angaben der Polizei hatten sich den ganzen Tag über etwa 1500 Feiernde auf dem Deich und am Kollmaraner Strand eingefunden. Die Beamten sprachen dabei von einem gemischten Publikum und deutlich weniger Jugendlichen. Aufgrund von Straftaten und alkoholbedingter Exzesse Ausfälle in den vergangenen Jahren gerade von jüngeren Menschen war das Hafengebiet auch in diesem Jahr zu einem „gefährlichen Ort“ erklärt worden. Entsprechend waren die 40 Polizeibeamten berechtigt, auch ohne Anlass präventive Kontrollen vorzunehmen. „Bis 17.30 Uhr hat es nur wenige Einsätze gegeben“, sagte Glückstadts Polizeistationsleiter Michael Gohr als Einsatzleiter. So seien die Beamten zu einer Verkehrsbehinderung und einem gestürzten Radfahrer gerufen worden. Einem Partygast wurde ein Platzverweis erteilt, nachdem er zuvor Polizisten beleidigt hatte. Außerdem mussten die Beamten eine Anzeige wegen Körperverletzung aufnehmen und sich zusammen mit Sanitätern der DLRG bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um eine hilflose Person kümmern. „Derzeit herrscht eine sehr starke Abwanderung“, bestätigte Gohr am frühen Abend. Nur der harte Kern sei noch vor Ort. Über gegebenenfalls weitere Einsätze will die Polizei heute nach berichten.

Wer sich gestern bei bestem Feiertagswetter auf dem Weg nach Kollmar gemacht hatte, brauchte eines nicht erwarten: Ruhe. Auf dem Weg zum Hafengebiet bestimmten knatternde oder aufheulende Motoren sowie der Sound röhrender Fahrzeug-Oldtimer die Szene. Während die rund 200 Biker den linken Bereich am Fährhaus in Beschlag nahmen, tummelten sich gegen 15 Uhr auf der rechten Seite in Nähe des Strandes knapp 1000 Vatertags-Ausflügler. Diese bevölkerten mit einfallsreichen, mobilen Gefährten inklusive Grill sowie Bier- und Schnapsvorrat die Szenerie. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem Vehikel des MC Kollmar. Gezogen von einem umgesattelten Senioren-Elektromobil schaffte es der örtliche Motorrad-Club gestern Abend sogar bis ins NDR-Fernsehen. Morten und Tim hatten sich die kleinere Ausgabe ihres All-Inclusive-Karrens bis nach Neuendorf fahren lassen. Von dort zogen sie dann zu Fuß nach Kollmar. Über ihren Rückweg nach Kiebitzreihe beziehungsweise Elmshorn wollten sich die beiden jungen Männer am Nachmittag noch keine Gedanken machen. Einen kürzeren Nachhauseweg dürften dagegen die „Longneck-Cowboys“ aus Kollmar-Langenhals vor sich gehabt haben. Wer dem Trubel am Strand nichts abgewinnen konnte, zog sich auf den Elbdeich oder reihte sich am „Café Sünnschien“ in die nicht endende Menschenschlange für ein Eis ein.

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