zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 16:20 Uhr

Bildung : Ausbildungsschule zieht Junglehrer an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Referendare und Studenten kommen gezielt nach Brunsbüttel, sich am auf das Lehrerdasein vorzubereiten.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 05:03 Uhr

Für die Studenten und angehenden Lehrer Daniel Stelling, Eva Sachse, Torben Mordhorst und Hanna Engel ist das Praktikum am Gymnasium der Stadt Brunsbüttel ein Heimspiel. Stelling und Mordhorst sind in Brunsbüttel beheimatet, Hanna Engel stammt aus Helse bei Marne und Eva Sachse aus Wewelsfleth. Im Rahmen ihrer Ausbildung sammeln sie für vier bis fünf Wochen praktische Erfahrungen für ihren Wunschberuf.

Sie haben sich ebenso für das Brunsbütteler Gymnasium als anerkannte Ausbildungsschule entschieden wie die Referendare Sabrina Sepp und Anneke Behrens, die sich eineinhalb Jahre lang in der Schleusenstadt auf den Lehrerberuf vorbereiten. Ihr Referendarkollege Kaweh Norus Araghi ist zurzeit mit seinen Schützlingen auf einer Klassenreise unterwegs.

Der Chef des Gymnasiums, Oberstudiendirektor Hans-Walter Thee, freut sich über den Zulauf von Nachwuchskollegen an seiner Schule. Der große Einstellungsschub sei zwar vorbei, aber mit jetzt drei Referendaren sei er durchaus zufrieden. Das sind auch die angehenden Lehrerinnen und Lehrer, die sich am Gymnasium gut aufgenommen und betreut wissen. Das gilt auch für die Praktikanten, die seit Beginn des Schuljahres am städtischen Gymnasium erstmals vor einer Klasse stehen, um die Jugendlichen zu unterrichten. „Die Schülerschaft ist wirklich ein Geschenk“, lobt Sabrina Sepp den angenehmen Umgang mit den Schülerinnen und Schülern, die mit großer Motivation die Schule erleben. Eva Sachse, aus einer Lehrerfamilie in Wewelsfleth, hatte deshalb keine Probleme, als 21-Jährige fast mit Gleichaltrigen im 13. Jahrgang zu arbeiten. Sie studiert im niedersächsischen Oldenburg die Fächer Deutsch und Musik.

Oldenburg hat auch die Helserin Hanna Engel als Studienort für Biologie und Deutsch gewählt. Als drittes Fach hat sie sich den Sport ausgesucht. Der Brunsbütteler Torben Mordhorst studiert in Rostock Philosophie und Physik. In Kiel studiert der ebenfalls in Brunsbüttel wohnhafte Daniel Stelling Englisch und Philosophie. Beide Praktikanten haben vor einigen Jahren im Brunsbütteler Gymnasium ihr Abitur abgelegt.

Studienfächer der Referendare Sabrina Sepp in Rostock sind Biologie und Englisch und von Kaweh Norus Araghi Englisch und Geschichte. Weil sie keinen Referendariatsplatz erhalten hat, sammelt Klara Brüchmann aus Bad Oldesloe nach einem Auslandsjahr in England jetzt in einem „Null-Semester“ praktische Erfahrungen in Brunsbüttel. Hier erhielt sie die Chance, als Aushilfslehrkraft und Anwärterin für ein Referendariat in den Schulalltag hineinzuschnuppern und den Umgang mit den Jugendlichen zu erleben. Ihre Studienfächer sind Deutsch und Philosophie.

Kurzfristig kam sogar noch eine angehende Lehrerin mit ins Kollegium: Inga Siebke aus St. Michel, erhielt jetzt einen Teilzeitvertrag. Sie hat bereits ihr 1. Staatsexamen in der Tasche und unterrichtet Latein und Geschichte. Sie hofft auf ein Referendariat am Brunsbütteler Gymnasium.

Das setzt als Ausbildungsschule mit Jutta Giltzau und Bastian Zehnt zwei qualifizierte Pädagogen als Ausbildungskoordinatoren ein. Sie kümmern sich um den Einsatz der Nachwuchslehrkräfte, besprechen mit ihnen die anstehende Arbeit und deren Ergebnisse.

In die Ausbildungsberatungsgespräche mit den Referendaren werden auch die Praktikanten einbezogen. „Das Ausbildungskonzept muss immer wieder modernisiert werden“, erzählt der Schulleiter. Er lobt auch die Bereitschaft des Kollegiums, sich als Mentoren um die Praktikanten und Referendare zu kümmern. Dafür sind rund 15 Lehrkräfte im Einsatz

„Bewährt haben sich Netzwerklehrproben, die einmal pro Semester mit den Studenten durchgeführt werden“, lobt Jutta Giltzau. „Wir brauchen viele junge Leute, die Lehrer werden wollen“, sieht Oberstudiendirektor Hans-Walter Thee neue Herausforderungen auf die Schule zukommen. Vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Physik und Chemie aber auch für das Fach Musik fehlen Lehrkräfte, so der Schulleiter. „Bei der Mathematik hat sich die Situation etwas entspannt“, bemerkte Thee.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen