Azubiz in Itzehoe : Ausbildungsmesse boomt: Berufserlebnis auf Augenhöhe

Gehört zum Rahmenprogramm: Die Modenschau, bei der die  Berufskleidung präsentiert wird, wie hier die der Maurer.
Gehört zum Rahmenprogramm: Die Modenschau, bei der die Berufskleidung präsentiert wird, wie hier die der Maurer.

An mehr als 120 Ständen konnten sich die zahlreichen Besucher der Ausbildungsmesse über Job-Perspektiven informieren.

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20. September 2019, 17:10 Uhr

Itzehoe | Der Ansturm war enorm. Zeitweise drängten sich die Besucher in den Fluren des Regionalen Berufsbildungszentrums (RBZ), um die Angebote der 20. Azubiz zu erleben. Unter ihnen Ursula Dolinga von der Schulaufsicht des Kieler Bildungsministeriums für Berufsbildungszentren. Sie betonte:

Das ist eine ganz hervorragende Sache, die die Jugendlichen dabei unterstützt, ihren Weg zu finden. Ursula Dolinga, Schulaufsicht des Bildungsministeriums
 

An 120 Ständen präsentierten sich sowohl Unternehmen und Institutionen sowie Fachhochschulen als auch die Bildungsbereiche des RBZ. Das berufliche Bildungssystem stehe für Durchlässigkeit. „Das bietet große Chancen für alle Jugendlichen“, sagte sie auf das vielfältige Bildungsangebot hinweisend.

Messe ist wichtig für den Übergang von Schule zu Ausbildung oder Studium

Ronald Geist, Leiter der Arbeitsagentur Heide, unterstrich, dass diese von Beginn an an der Azubiz beteiligt sei. Er halte die Ausbildungsmesse besonders wichtig für den Übergang von Schule zu Ausbildung oder Studium. Attraktiv sei die Azubiz auch, weil sie eine zentrale Berufsmesse vor Ort darstelle – und mittlerweile sehr professionell gestaltet werde. Er freue sich sowohl über die Ausstellerzahl als auch darüber, dass das Angebot von Schülern sehr gut angenommen werde. Die Arbeitsagentur selbst sei auch stets als Aussteller dabei, um junge Leute bei der Entscheidung auf ihrem beruflichen Weg beratend zu begleiten.

Stolz auf den Messeerfolg: (v. l.) Ronald Geist, Ursula Dolinga, Marie Kluthe, Michael Gehrke, Tim Klatt, Kerstin Harms, Robert Nobiling, Carsten Jaeger, Christel Butenschön und Stefan Stolzenberger.
Florian Schlichting
Stolz auf den Messeerfolg: (v.l.) Ronald Geist, Ursula Dolinga, Marie Kluthe, Michael Gehrke, Tim Klatt, Kerstin Harms, Robert Nobiling, Carsten Jaeger, Christel Butenschön und Stefan Stolzenberger.
 

Robert Nobiling, Geschäftsführer des Jobcenters Steinburg, wies auf das stetige Wachsen der Messe hin:

Es ist mittlerweile spannend zu sehen, welche Möglichkeiten den Jugendlichen offen stehen. Robert Nobiling, Jobcenter Steinburg
 

Ihnen biete die Messe eine gute Chance, sich zu informieren. Tim Klatt, Verlagshausleiter unserer Zeitung, freute sich, dass der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) neben Arbeitsagentur und Jobcenter als Kooperationspartner des RBZ immer wieder bei der Azubiz dabei sein könne – und das seit 2012. „Die Zusammenarbeit ist hervorragend, wir können wirklich stolz darauf sein.“

Zufriedene Aussteller - interessierte Besucher

Denn auch die Azubiz 2019 avancierte wieder zu einem wahren Publikumsmagnet. „Hier ist super viel los“, sagte Christel Butenschön. Die Lehrerin organisiert gemeinsam mit ihrer Kollegin Marie Kluthe die Ausbildungsmesse. „Zufriedene Aussteller, interessierte Besucher, interessante Gespräche“, zählte sie auf, was diese Messe ausmacht.

Präsentierten die Berufsfelder im Klinikum Itzehoe: Celina Bombien, Benjamin Jahn, Wencke Ahsbahs und Imke Baganz.
Florian Schlichting
Präsentierten die Berufsfelder im Klinikum Itzehoe: Celina Bombien, Benjamin Jahn, Wencke Ahsbahs und Imke Baganz.
 

Das konnte Franziska Krack, Ausbildungsleiterin der Stadtverwaltung Glückstadt, nur bestätigen. Sie betonte die sehr gute Resonanz, nach der Azubiz gebe es erfahrungsgemäß immer noch viele Bewerbungen. Über guten Zulauf freute sich auch das Team des Itzehoer Bildungsträgers Grone. Schwerpunkt am Stand waren die Ausbildungsbegleitenden Hilfen, die Antje Siebert, Bianca Wendler, Günter von Juterzenka und Guy Kaufmann präsentierten. Der Clou allerdings war ein Einbürgerungstest, es gab aber nur 25 Fragen für die Messebesucher. Wer tatsächlich eingebürgert werden will, müsste 300 Fragen beantworten. Die Fragen hatten es in sich, „selbst Lehrer scheitern“, hatte Antje Siebert beobachtet.

Immer wieder beliebt: das Taschenlampen-Projekt

Bearbeitet eine LED-Lampe: Artem Onishko.
Florian Schlichting
Bearbeitet eine LED-Lampe: Artem Onishko.
 

An den mehr als 120 Ständen gab es viele weitere Aktivitäten, die beim jungen Publikum ankamen. Immer wieder beliebt: das Taschenlampen-Projekt. Da hatten unter anderem die Mechatroniker-Azubis alle Hände voll zu tun. „Auch die Elektrik gehört zum Auto“, erklärte Artem Onishko und zeigte an einer Station , wie die LED-Leuchte eingesetzt wird. „Der Tag hat sich gelohnt“, zog er seine eigene Bilanz.

Er zeigte gern einen Teil seiner Arbeit: Zimmerer Timo Gülck.  Fotos: Florian Schlichting
Florian Schlichting
Er zeigte gern einen Teil seiner Arbeit: Zimmerer Timo Gülck.
 

Ähnlich äußerte sich Timo Gülck, der es spannend fand, seinen Beruf im Rahmen der Bauolympiade vorstellen zu dürfen. Fachmännisch führte der Zimmermann die Säge, zeigte wie Nägel richtig ins Holz geschlagen werden oder ein Stück Holz gehobelt wird. Wie er erzählten die Auszubildenden an den Ständen begeistert von ihrem Beruf – und die Jugendlichen erlebten so Berufsberatung auf Augenhöhe.

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