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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 16:13 Uhr

Ausbildungsberufe im Überblick

vom

41 Firmen machen mit bei der Berufsmesse in der Sporthalle am Bildungszentrum/Initiatoren laden ausdrücklich auch Eltern ein

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Brunsbüttel | Schulabgänger haben die Qual der Wahl, wenn es um die Berufsfindung geht. Welche Ausbildung passt zum persönlichen Interesse und angepeiltem Schulabschluss, welche Lehre bietet langfristig Perspektiven? Vor allem: Stimmt das Bild, das sich die Jugendlichen von ihrem Wunschberuf gemacht haben, mit der Realität überein? Hier setzt die Brunsbütteler Berufsmesse ein. Diese Veranstaltung von Stadt und Arbeitsagentur möchte Schülern der Klassen 7 bis 9 Starthilfe bei der Suche nach dem richtigen Beruf geben. Am Mittwoch, 22. Mai, von 9 bis 16 Uhr, wird diese Messe mit 41 beteiligten Firmen in der Sporthalle am Bildungszentrum veranstaltet.

Entstanden ist die Messe aus einer Aktion des damaligen Bürgermeisters Wilfried Hansen, der Ansprechpartner aus der Wirtschaft als Paten für schwer in Ausbildungsbetrieben unterzubringende Jugendliche als Mittler einschaltete. Längst richtet sich die Berufsmesse in Brunsbüttel an zukünftige Schulabgänger aus der Schleusenstadt ebenso wie aus Marne, St. Michel und Burg. Das Foyer im Elbeforum wurde durch die größere Sporthalle ersetzt. Dort sind die Paten Reinhard Lange, Louis Tiedemann, Wolfgang Schulz, Dieter Wölfert, Wilfried Hansen und Karin Süfke heute vor allem mit der Messeorganisation befasst. Die 41 Unternehmen und Organisationen, die in diesem Jahr mitmachen würde Louis Tiedemann gern auch um Handwerksbetriebe ergänzen. Er weiß aber, dass eine solche Veranstaltung für sie in der Regel zeitlich und personell zu aufwendig wäre. Immerhin, die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass sich zwischen 500 und 1000 Jugendliche informierten, so Uwe Majewski vom Jobcenter. Eine große Zahl, die den Aufwand rechtfertige.

Das Besondere an der Berufsmesse: Die Schüler treffen in der Regel nicht auf Personalchefs, sondern können sich bei Gleichaltrigen über den jeweiligen Beruf informieren. Dank der Azubis aus den Firmen, so Schulz, gebe es Gespräche auf Augenhöhe. Das sei wichtig für den Erfolg. Und: In den Schulen wird der Besuch der Berufsmesse auch nachbereitet.

Eigentlich also ein Selbstgänger? Nicht ganz, sagt Louis Tiedemann. Denn es sei wichtig, dass sich Eltern am Nachmittag die Zeit nähmen, mit ihren Kindern noch einmal zu Messe zu gehen und dort die eine oder andere Information über den Wunschberuf zu vertiefen. Es würden aber immer weniger.

Abiturienten bietet die Arbeitsagentur Extra-Gespräche an. Zudem besteht die Möglichkeit, sich über Einstellungstests zu informieren. Und auch über Bewerbungsunterlagen könne gesprochen werden, sagt Uwe Majewski. Das Jobcenter sei für entsprechende Infos vor Ort. Für die beteiligten Unternehmen werde diese Veranstaltung in Zukunft noch wichtiger. Denn vielen Betrieben seien die Folgen des demografischen Wandels noch gar nicht bewusst. "In vier, fünf Jahren, können nicht mehr alle Ausbildungsstellen besetzt werden." Da sei es gut, sich rechtzeitig zu präsentieren.

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