Ausbildung auf hohem Niveau

Zertifikatsübergabe (v.l): Frank Kurbjuhn, Nicole Elischer, Henning Ueck, Marianne Boskamp, Ronald Geist, Imke Kutsche, Madeleine Cramme und Ayesha Siddique.
Zertifikatsübergabe (v.l): Frank Kurbjuhn, Nicole Elischer, Henning Ueck, Marianne Boskamp, Ronald Geist, Imke Kutsche, Madeleine Cramme und Ayesha Siddique.

Arbeitsagentur zeichnet Pharma-Unternehmen Pohl-Boskamp für „herausragende Nachwuchsförderung“ aus

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06. März 2018, 16:04 Uhr

Die Ausbildung nimmt beim Pharma-Unternehmen Pohl-Boskamp einen hohen Stellenwert ein. Das hat die Firma jetzt per Zertifikat bestätigt bekommen. Ronald Geist, Leiter der Agentur für Arbeit in Heide, überreichte die Auszeichnung an Firmenchefin Marianne Boskamp. Einmal im Jahr verleiht die Agentur das Zertifikat für herausragende Nachwuchsförderung an einen Steinburger Betrieb.

„Mit dem Ausbildungszertifikat zeichnen wir Ausbildungsbetriebe für eine kontinuierliche und qualitativ sehr gute Ausbildung aus“, betonte Geist. Pohl-Boskamp biete Jugendlichen genau dies seit Jahren an. Regelmäßig würden rund zehn Auszubildende in einem Jahrgang beginnen. „Das Unternehmen begeistert dabei auch Mädchen für naturwissenschaftliche oder technische Berufe und bietet ihnen so eine gesicherte Zukunftsperspektive.“ Eine fundierte Ausbildung sei schließlich der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und sichere auch die Zukunft des Unternehmens.

Geist lobte nicht nur die Ausbildungsbereitschaft bei Pohl-Boskamp, sondern alle Betriebe im Kreisgebiet für ihre Ausbildungsbemühungen. Denn hier seien 7,2 Prozent aller Sozialversicherungs-Beschäftigten Lehrlinge. In Schleswig-Holstein liege die Quote bei nur 5,8 Prozent, im Bundesdurchschnitt sogar unter fünf Prozent. „Das ist für Steinburg eine sehr erfreuliche Situation.“

Pohl-Boskamp bildet regelmäßig in verschiedenen dualen Ausbildungsgängen aus: Chemielaborant, Fachlagerist, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufmann, Industriemechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Mechatroniker und Pharmakant. Und nach der Ausbildung haben die jungen Fachkräfte gute Chancen auf eine Übernahme im Unternehmen. „Den meisten bieten wir eine Anschlussbeschäftigung an“, sagte Personalreferentin Nicole Elischer, zuständig für die Ausbildung. Die Folge: „Im Laborbereich haben ein Viertel der Beschäftigten bei uns gelernt, im Technikbereich sogar ein Drittel“, betonte Personalleiter Frank Kurbjuhn.

Ein weiterer Aspekt für die Auszeichnung durch die Arbeitsagentur war das Engagement des Unternehmens, auf speziellen Messen junge Frauen für die Ausbildung in den sogenannten Mint-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu gewinnen.

Die Auszubildenden selbst fühlen sich wohl beim Pharmaunternehmen, das seine Standorte in Hohenlockstedt und Dägeling hat. „Im Gegensatz zu anderen großen Firmen, wo man eher eine Nummer ist, ist unser Familienunternehmen sehr menschlich“, sagt Madeleine Cramme, die eine Ausbildung zur Industriekauffrau macht. Die Lehrlinge würden schnell miteinbezogen, „wir haben das Gefühl, gebraucht zu werden“. Dies bestätigt Imke Kutsche, die eine Mechatroniker-Lehre absolviert. „Wir bekommen hier schnell eigene Aufgaben zugeordnet und erhalten so das Vertrauen.“ Und Ayesha Siddique, künftige Chemielaborantin, findet es gut, „schnell ins kalte Wasser“ geworfen zu werden, so bekäme man am meisten mit. „Es ist ein tolles Gefühl, mitarbeiten zu dürfen.“

Neben Engagement und Lust auf ihren Beruf müssen die auswärtigen Pohl-Boskamp-Lehrlinge allerdings eines mitbringen – einen Führerschein. „Die Erreichbarkeit unserer Standorte ist ein schwieriges Problem“, sagt Marianne Boskamp. Sowohl Dägeling als auch Hohenlockstedt seien mit dem Öffentlichen Personennahverkehr nur begrenzt erreichbar, hier wünscht sie sich eine deutliche Verbesserung.

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