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Norddeutsche Rundschau

16. August 2017 | 15:23 Uhr

Ausbildung an der Kettensäge

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kaum ein Handwerksgerät ist gefährlicher als eine Kettensäge. Einen Moment nicht aufgepasst, einen schweren Baumstamm falsch eingeschätzt, schon ist es passiert. Kettensägen verursachen Wunden, die nicht selten zur Amputation führen. Umso wichtiger ist der sichere Umgang mit diesem Arbeitsgerät, ohne das nach einem Sturm keine Straße schnell von umgestürzten Bäumen zu befreien wäre. Vor allem bei solchen großen Katastrophenlagen ist das technische Hilfswerk (THW) gefordert.

Um auf den Notfall optimal vorbereitet zu sein, führt das THW deshalb alljährlich Lehrgänge durch, in denen die Mitglieder den sicheren Umgang mit der Kettensäge erlernen. 23 Lehrgangsteilnehmer aus neun Ortsverbänden fanden sich diesmal in Burg ein. Aus den Ortsverbänden Neumünster, Barmstedt, Wahlstedt, Norderstedt, Kaltenkirchen, Elmshorn, Meldorf, Itzehoe, Pinneberg und Burg kamen diesmal die Teilnehmer.

,,Die Ausbildung geht in zwei Ausbildungseinheiten über sechs Tage“, berichtet der Burger THW-Zugführer Axel Tank (56). Der erste Teil fand am Wochenende auf dem Gelände des Ortsverbandes statt. Die Praxisausbildung läuft nach Ostern im Burger Erholungswald. Dort wurden Bäume markiert, die entfernt sollen – und vom THW gleichzeitig zur Ausbildung im Umgang mit der Kettensäge genutzt werden können.

Zum Auftakt stand das Erlernen diverser Schnitttechniken im Mittelpunkt. So lernten die Helfer etwa, wie man einen Baumstamm auf dem Asphalt schneidet ohne dabei die Sägekette zu ruinieren. Der Asphalt wurde dabei mit einer Spanplatte simuliert in die es galt, möglichst nicht hinein zu schneiden.

Ein weiterer Aspekt betraf die Gerätekunde statt. Tank: ,,Dazu gehört das Zerlegen und Reinigen der Kettensäge.“ Die Ausbildung berechtige „zum Sägen in fast allen Lagen“. Es ist derselbe Sägeschein, den auch Bauhofmitarbeiter vorweisen müssen und für den Kommunen 500 Euro pro Ausbildungsteilnehmer zahlen.

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erstellt am 11.Apr.2017 | 11:01 Uhr

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