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Norddeutsche Rundschau

24. November 2017 | 01:22 Uhr

Neue HEIMAT : Aus Wien ins freundliche Itzehoe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Begeistert von Norddeutschland: Familie Werner aus Österreich möchte möglichst bald nach Itzehoe auswandern.

Zentral gelegen, aber trotzdem mitten im Grünen, schöne Architektur und freundliche Menschen, ganz in der Nähe das Meer und „die Riesensandkiste für den Kleinen“. All das hat Angela und Mario Werner mit Söhnchen Mario überzeugt: Die Österreicher aus der Nähe von Wien möchten ihre Heimat gegen Itzehoe eintauschen. Möglichst bald will die kleine Familie auswandern.

„Uns hält in Österreich nichts mehr“, sagt Angela Werner. Nachdem die 32-Jährige innerhalb von drei Jahren beide Elternteile verlor, geht ihre Familie heute getrennte Wege. Ihr einziger Bezug ist der ältere Bruder. Mit Frau und Kind wohnt er zwar im Nachbarort, doch der Kontakt ist spärlich. „Alle haben ihr eigenes Leben“, so Werner. „Wenn wir wegziehen, ist das ein richtiger Neuanfang für uns.“

Der Kontakt nach Itzehoe kam eher zufällig über ein soziales Netzwerk zustande. In einer Bordeaux-Doggen-Gruppe lernten Angela Werner die Itzehoerin Kari Leckeband kennen, die sich unter anderem im Verein Steinburger Stadthunde engagiert. Es entwickelte sich eine Freundschaft. Im März besuchte Kari Leckeband die Familie Werner – jetzt sind die drei Österreicher mit ihrem Wohnmoil und ihrer dreijährigen Bordeauxdoggen-Hündin Ally für drei Wochen in Itzehoe zu Gast. Die Zeit nutzen sie, um Stadt und Umgebung intensiv zu erkunden. Stadtbummel mit Hochzeitstagsfrühstück in Itzehoe gehörte ebenso dazu wie Shopping, Dom-Besuch und Schwarzlicht-Minigolf in Hamburg sowie ein Tag an der Nordsee.

Auch Ausflüge in die nähere Umgebung und auf einen Bauernhof standen auf dem Programm. „Ich habe zum ersten Mal ein Kuhohr angepackt“, erzählt Angela Werner begeistert. Auch gesundheitlich gehe es ihr hier „viel besser als in Österreich“. Gleiches gilt für ihren vierjährigen Sohn, der zuvor kaum gesprochen hat und in Norddeutschland förmlich auftaut. „Er spricht schon wie ein Norddeutscher“, findet seine Mutter. Tüte statt Sackerl und Brötchen statt Semmel gehören zu seinem Wortschatz.

An der Steinburger Kreisstadt gefällt der Familie nicht nur, „dass Kari da ist“, sondern auch die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen. „Jeder sagt ‚Guten Morgen‘, man kommt schnell ins Gespräch“, meint Angela Werner. Zudem mag sie die historischen Fachwerk- und Klinkerbauten in der Innenstadt. Ihr und ihrem Mann fallen außerdem günstigere Preise für Lebensmittel und Kleidung positiv auf. „Und das Riesenrad in der Fußgängerzone erinnert ein bisschen an zuhause.“

Künftig möchte Familie Werner in Itzehoe zwischen Wäldern, Parks und Feldern auf der einen und dem Zentrum auf der anderen Seite wohnen. In dem Haus, das möglichst ebenerdig und mit Garten sein sollte, kommen nicht nur die Familie mit Hündin Ally und Katze Lilly unter. Auch Mario Werners IT-Dienstleistungsunternehmen, das ebenfalls nach Itzehoe umziehen wird und hier schon erste Aufträge bekommen hat, soll darin Platz finden. „Hier scheint großer Bedarf zu sein“, meint der 31-jährige Computerfachmann. Ein Häuschen in der Innenstadt haben er und seine Frau sich bereits angesehen, weitere Besichtigungstermine folgen.

Auch einen Kindergartenplatz für den Junior haben die Österreicher schon beantragt und Behördengänge erledigt. „So schnell wie möglich“ möchten sie in ihre Wahlheimat auswandern, „möglichst noch vor dem Winter.“

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