Aus für Kunstprojekt im Fußgängertunnel

Aus der Gestaltung der Unterführung wird nichts.
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Aus der Gestaltung der Unterführung wird nichts.

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19. März 2018, 05:00 Uhr

Trister Beton weicht einem Ambiente mit maritimen Motiven und ökologischer Botschaft. Das war die Idee für die Wellenkamper Bahnunterquerung. Doch das Projekt kam in der Abstimmung zwischen Stadt und Bahn nicht voran – jetzt hat Initiator Martin Wnuck es für beendet erklärt.

Vor mehr als zwei Jahren war er mit der Idee eines Meeresaquariums bei der Stadt vorstellig geworden, das auf die Verschmutzung der Ozeane hinweisen sollte. „Itzehoe hätte ein Vorreiter sein können.“ Die Resonanz in den Gremien war durchaus positiv, allerdings sollte die Aktion die Stadt nichts kosten. Scheinbar kein Problem: Das Vorhaben habe einen „Riesen-Hype“ ausgelöst, sagt Wnuck, viele hätten gespendet. Mit Künstler-Unterstützung hätten Schüler die Motive entwickeln sollen, auch die Airbrush-Künstler hätten bereit gestanden.

Die Unterführung gehört der Bahn, die Rampen sind Eigentum der Stadt. Diese hatte einen Vertragsentwurf von der Bahn bekommen. Aber: Einige Klauseln hätten einen „erheblichen finanziellen Aufwand“ bedeuten können, so Andrea Stegmann, Leiterin der Tiefbauabteilung. „Es ist für die Stadt schwierig, sich auf so einen Vertrag einzulassen, ohne zu wissen, welche Kosten entstehen könnten.“ Seit 2016 habe es Gespräche über die Vereinbarung gegeben, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. „Eine Rückmeldung der Stadt gab es leider erst Ende 2017.“ Sie verstehe Wnucks Enttäuschung, sagt Stegmann, die nach Dienstantritt erst ab Herbst mit dem Vorhaben zu tun hatte.

Der Itzehoer mochte nach vielen Stunden Arbeit nicht mehr warten. Wnuck hat das Spendenkonto aufgelöst – knapp 50 Euro waren noch übrig. Vom Aus für das Projekt profitiert nun der Tierschutzverein.

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