Schnelles INternet : Aus für Glasfaser in Wilster

Auf Glasfaserleitungen der Stadtwerke Neumünster warten die Wilsteraner jetzt wohl vergeblich.
Auf Glasfaserleitungen der Stadtwerke Neumünster warten die Wilsteraner jetzt wohl vergeblich.

Vermarktungskampagne brachte zu wenig Verträge. Auch Nachbargemeinden Landrecht und Stördorf betroffen.

shz.de von
14. Juni 2018, 05:04 Uhr

Bittere Enttäuschung für hunderte von potentiellen Kunden der Stadtwerke Neumünster: Für das Aktionsgebiet Wilster einschließend der angrenzenden Gemeinden Landrecht und Stördorf sind nicht genug Verträge für einen Glasfaser-Ausbau zustande gekommen.

Damit kippt auch das ehrgeizige Ziel des Breitband-Zweckverbandes, den gesamten Kreis Steinburg flächendeckend mit superschnellem Internet auszustatten. Wilster wäre damit der erste weiße Fleck in der Glasfaser-Landschaft. Auch im benachbarten Dithmarschen, so die Stadtwerke Neumünster, habe es noch keinen vergleichbaren Fall gegeben. Dabei hatte es zunächst noch so gut ausgesehen. Die erste Informationsveranstaltung fand in einem vollbesetzten Colosseum statt. Die Vermarktung lief dann aber eher schleppend an. Knapp eine Woche vor Ablauf des Termins fehlten noch mehr als 400 Verträge. Insgesamt 700 Anschlüsse hätten es sein müssen. Die Stadtwerke Neumünster boten noch einmal eine Verlängerung der Vermarktungskampagne an, innerhalb derer die sonst gut 1000 Euro teuren Hausanschlüsse bis zu einer bestimmten Entfernung zur Straße zum Nulltarif zu haben gewesen wären.

Neben den drei Bürgermeistern Walter Schulz (Wilster), Helmut Sievers (Stördorf) und Claus Bracker (Landrecht) appellierte mit Surpro-Chef Matthias Jasper auch ein Vertreter der Wirtschaft an alle Hausbesitzer, das Breitband-Angebot zu nutzen. Tatsächlich gab es am Ende noch einmal einen Anmeldeschub – es reichte aber nicht. Nach Auskunft der Stadtwerke Neumünster werde nun geprüft, ob wenigstens Teile des Stadtgebiets angeschlossen werden können. Dazu müsse aber auch über den Verlauf der Leitungstrassen nachgedacht werden. Online seien auch jetzt noch weitere Anmeldungen möglich.

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