Aus für BgH - Lösungen für Betroffene greifbar

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27. Januar 2012, 03:59 Uhr

Dithmarschen | Von der Insolvenz der Bildungsgesellschaft Handwerk Dithmarschen (BgH) in Meldorf sind auch Jugendliche betroffen. Diese werden vom Jobcenter Dithmarschen in verschiedenen Maßnahmen für die Arbeitswelt fit gemacht. Karsten Böhmke (Foto), Geschäftsführer des Job centers, ist froh, dass für die knapp 80 Hartz-IV-Empfänger so kurzfristig eine Lösung gefunden wurde. Vor allem die Jugendlichen, die eine Ausbildung absolvieren, sollen keinen Nachteil durch das Aus der BgH haben.

Der Geschäftsführer ist begeistert, dass sich in Anbetracht der Situation alle Verantwortlichen so schnell um Alternativen bemüht haben. Viel Zeit blieben der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und den Bildungsträgern nicht. Am Montagnachmittag hatte der Insolvenzverwalter das Aus der BgH zum 1. Februar angekündigt.

Wie für die Teilnehmer, die über die Agentur für Arbeit verschiedene Maßnahmen bei der BgH absolvieren, werden sich die Wirtschaftsakademie und die Bildung und Qualifizierung Meldorf gGmbH (BQM), die gemeinsam mit der BgH als Bieter gemeinschaft den Zuschlag für die Maßnahmen erhalten hatten, darum kümmern.

Und damit Teilnehmer einer Umschulung ihre Prüfung ablegen können, werden sie von Innungs betrieben betreut. Nur für die 17 jungen Frauen und Männer einer "Aktivierungsphase" in Borgholz, wo der Garten- und Landschaftsbau angesiedelt war, geht es nicht mehr weiter. Der Kursus, so Böhmke, wäre allerdings sowieso im März ausge laufen.

Mit der Kreishand werkerschaft, bei der ebenfalls Ende des Monats das Licht ausgeht, hat Karsten Böhmke eng zusammengearbeitet. Im Beirat des Jobcenters haben sie über Maßnahmen diskutiert. Absprachen mit jeder einzelnen Innung hält der Geschäftsführer für nicht praktikabel. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Zukunft keine Dachorganisation gibt."

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