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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 21:53 Uhr

Aus der weiten Welt zum Lernen nach Marne

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Schülern den Begriff von „Internationalität“ begreifbar zu machen, ist eines der Ziele des Gymnasiums Marne Europaschule. Davon konnte sich Bürgermeister Hans-Joachim Möller bei einem Empfang im Rathaus ein eindrucksvolles Bild machen. Derzeit sind vier Gastschüler aus Singapore zusammen mit ihrer Lehrerin Ginny Tan Shu Yan sowie Carlos Garay aus Spanien als Comenius Assistent ebenso wie vier weitere Gastschüler aus den USA, Hongkong, Brasilien und Mexiko für ein Schuljahr in Marne.

Unter den Gästen im Rathaus war auch Popy Suprijati, die an einem dreiwöchigen Programm des pädagogischen Austauschdienstes teilgenommen hat. Derzeit gibt es 140 Deutsche Auslandsschulen in diesem Partnernetzwerk. Die Hospitationslehrkraft aus Indonesien berichtete im Saal des Rathauses von ihren Eindrücken der vergangenen Wochen. „Es gibt so viele Unterschiede. Zum Beispiel sind bei uns die Schüler den ganzen Tag in einem Raum, lediglich die Lehrer wechseln. Hier haben die Schüler viel mehr Freiraum und Abwechslungsmöglichkeiten durch den Wechsel von Klassenräumen zu den unterschiedlichen Schulfächern“, berichtet die Deutschlehrerin aus Indonesien. Ihr habe sich der Eindruck einer sehr harmonischen Schule mit verantwortungsvollen Schülern geboten. „Wenn bei uns der Lehrer den Klassenraum verlässt, haben die Schüler aller Jahrgangsstufen die unglaublichsten Ideen, um sich auszutoben“, schmunzelt Suprijati, die vor ihrer Abreise am Sonnabend noch einen Tanz-Flashmob in der Mensa des Marner Gymnasiums organisierte.

„Zu hören, dass unsere Schule, Schüler und Lehrer eine so gute Außenwirkung haben und unser Schulsystem auf andere Pädagogen sehr erfrischend wirkt, ist auch für uns gut zu hören. Manchmal verschleiert der Alltag diesen Blick, da ist es wertvoll, wenn wir Eindrücke anderer Schüler und Lehrer sammeln können“, so Schulleiter Frank Beckmann.

Hilfreich für die Attraktivität des Unterrichts ist auch der Lehreraustausch. Seit zwei Jahren wird Spanisch in der Oberstufe als weitere Fremdsprache angeboten. Für sechs Monate unterrichtet Carlos Garay aus Spanien seine Muttersprache. Um der Internationalität der Europaschule einen noch größeren Rahmen zu bieten, denkt Beckmann weit über die europäischen Grenzen hinaus. „Wir würden auch gern chinesisch anbieten, doch die Kooperation gestaltet sich momentan noch sehr schwierig“, so Beckmann. Dafür ist ein Austausch mit Indonesien jetzt zum Greifen nahe. „Die Planungen stecken noch in den Kinderschuhen, aber wir arbeiten daran“, sagt der Schuldirektor, der mit Popy Suprijati, die in Bandung (Indonesien) unterrichtet, erste Ideen entwickelt hat.

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