Aus Ärger ehemaligen Chef beklaut – 4500 Euro Geldstrafe

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04. Juni 2014, 15:48 Uhr

Streit mit seinem Arbeitgeber brachten einen Brokdorfer jetzt vor Gericht. Schwerer Diebstahl lautete der Tatvorwurf, den der 53-Jährige unumwunden einräumte. Hintergrund für den Zwist: Sein damaliger Arbeitgeber hielt dem Brokdorfer immer wieder vor, das er in jungen Jahren im Gefängnis war. Bei der Abrechnung habe der Mann ihn zudem betrogen. ,,Jeden Monat fehlten mir 30 Stunden.“ Als er dann auch noch krank wurde, ,,hatte ich 24 Stunden später die Kündigung auf dem Tisch.“ So schilderte der Brokdorfer gestern seine Gründe für die Tat, die ihn nach drei Jahrzehnten wieder in Kontakt mit der Strafjustiz brachte. Den schweren Diebstahl gab er zu. Viel anderes blieb ihm kaum übrig, denn er wurde er beobachtet, wie er am 1.Weihnachtstag 2013 auf das verschlossene Betriebsgelände seines damaligen Arbeitgebers in Kollmar eindrang und dort den Dieseltank knackte. Sieben Kanister füllte und verstaute er in seinem Pkw, dann entdeckte er den Beobachter und floh.

Hätte der gestern nun vor dem Itzehoer Amtsgericht stehende Brokdorfer sein Vorleben nicht erwähnt, Richterin und Staatsanwältin hätten davon nie erfahren, denn der Bundeszentralregisterauszug des Brokdorfers ist ohne jeden Eintrag. Da der Angeklagte den Tatvorwurf voll umfänglich gestand, mussten keine Zeugen gehört werden. Die Staatsanwältin beantragte die Mindeststrafe für schweren Diebstahl, nämlich 90 Tagessätze Geldstrafe. Was die Sache teuer gestaltete, war das Einkommen des Angeklagten. Das liegt bei 1500 Euro netto, woraus sich ein Tagessatz von 50 Euro ergab. Somit verhängte Richterin am Ende 4 500 Euro Geldstrafe gegen den Brokdorfer.



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