Auktion für den guten Zweck

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Kunstmarkt und Versteigerung der Itzehoer Soroptimisten zu Gunsten des Hospizvereins

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20. März 2018, 05:00 Uhr

Vor drei Jahren war er zuletzt da und fühlte sich gleich wieder im Kulturhof zu Hause. Gewohnt locker führte Radio-Moderator Carsten Kock durch die Benefiz-Auktion „Kunst tut Gut(es)“ der Itzehoer Soroptimisten unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Andreas Koeppen. 15 Kunstwerke waren für den guten Zweck zu versteigern, mit dem Erlös unterstützen die Soroptimisten wieder den Hospizverein Itzehoe.

Im Nebenprogramm bot zudem ein Kunstmarkt über fünf Stunden im Kulturhof die Möglichkeit, kreative Produkte zu kaufen und oft auch mit den Produzenten ins Gespräch zu kommen. Mehr als ein Dutzend Stände mit sehr unterschiedlichen Kunstwerken waren aufgebaut: Gewebtes, Gebautes, Modelliertes, Geklebtes und viel Gemaltes.

Zur Versteigerung fanden sich etliche Kunstinteressierte ein und verfolgten mit Spannung die Präsentation der Kunstwerke und den Verlauf der Auktionen. Es kam vor, dass sich niemand ein Herz nahm und das Kunstwerk ohne Gebot blieb. Das war glücklicherweise aber selten. Mal nahm die Versteigerung sofort Fahrt auf, mal waren die Bieter anfangs zögerlich. Immer wieder buhlten zwei oder auch drei Kunstbegeisterte um ein Kunstwerk, boten sich einen Wettkampf und trieben den Preis in die Höhe. Bei „Drei!“ schlug dann aber Carsten Kock wiederholt mit dem über 110 Jahre alten Holzhammer zu, und das Kunstwerk hatte einen neuen Besitzer.

Unter diesen Hammer brachte der Moderator auch zwei Bilder, die Kinder im Rahmen des Vermittlungsprogramms im Wenzel-
Hablik-Museum gemalt hatten, das auch von den Soroptimisten unterstützt wird. Der Erlös aus dem Verkauf dieser beiden Bilder geht an das Hablik–Museum, eines sicherte sich der Itzehoer Bernd Sander. Kommt das in die Firma? „Nein, das hänge ich mir zu Hause auf!“ Vorher bat er aber die drei Malerinnen Melissa, Luca (beide 13) und Celina (14) darum, das Bild noch zu signieren.

Zum dritten Mal veranstalteten Itzehoer Soroptimisten diese Kunstaktion und boten auch in diesem Jahr wieder mehrere Neuentdeckungen, sowohl beim Kunstmarkt als auch unter den versteigerten Werken. Die mit der Aktion erreichte Summe steht noch nicht fest. „Es sind aber mehrere tausend Euro über“, freut sich Pastpräsidentin Marita Schwenck. Sie gehörte zum fünfköpfigen Projektteam und betonte, dass in diesem Jahr deutlich mehr Frauen angefragt wurden – und auch nicht nur etablierte Künstler. „Das soll ja keine elitäre Veranstaltung sein.“ Ergebnis: Die Mischung stimmte.

Er habe die Soroptimisten gern unterstützt, betonte Kock. Wie wichtig Hospizarbeit ist, weiß er aus seinem familiären Umfeld. „Und der Kulturhof ist für solche Kunstaktionen wie geschaffen, ein Haus mit Charakter, mit Geschichte bis unters Dach.“ Als Auktionator machte er seine Sache so gut, dass die Versteigerung bereits nach einer Stunde beendet war.

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