THW Itzehoe : Auftakt zur Modernisierung

Drei neue Fahrzeuge hat der Ortsverband bereits bekomme, weitere folgen. Die alten Fahrzeughallen sind dafür zu klein.
1 von 2
Drei neue Fahrzeuge hat der Ortsverband bereits bekomme, weitere folgen. Die alten Fahrzeughallen sind dafür zu klein.

Der Fuhrpark des Technischen Hilfswerks wird erneuert. Für einige Fahrzeuge muss der Ortsverband aber vorläufig noch ein Ausweichquartier in Kiel nutzen.

von
05. Februar 2018, 05:00 Uhr

Eine mobile Einsatzzentrale und zwei neue Autos sind erst der Auftakt, weitere neue Fahrzeuge werden folgen: Beim Itzehoer Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) wird kräftig in neue Technik investiert. Der in die Jahre gekommene Fuhrpark wird modernisiert.

Als Arbeitsplatz für die Einsatzleitung ist der neue Transporter vom Typ Renault Master ausgebaut. Hinter den Fahrersitzen befinden sich sechs Sitzplätze mit Schreibtisch, Funkgeräten und Steckdosen für Laptops. An der Rückwand ist eine große Magnettafel angebracht, um Karten und Pläne aufzuhängen. „Bei größeren Einsätzen werden von dort unsere Aktivitäten koordiniert und geführt“, erklärt THW-Pressesprecher Marcel Endres.

Die beiden anderen neuen Fahrzeuge, ein Opel Astra und ein Nissan Navara Pick-up, dienen dem Personentransport und sind für kleinere Versorgungsfahrten geeignet. „Der geländegängige Navara ist zudem gut als Zugmaschine geeignet“, erklärt Endres Kollege Thorsten Madüske. Er wird in Zukunft auch mit in die Auslandseinsätze der Itzehoer Fachgruppe Trinkwasserversorgung gehen. Gerade in Entwicklungsländern sei ein geländegängiges Transportfahrzeug in dieser Größe wichtig.

Arbeitsplatz zur Einsatzleitung: Marcel Endres im neuen mobilen Büro des THW Itzehoe.
Foto: Ruff (2)
Arbeitsplatz zur Einsatzleitung: Marcel Endres im neuen mobilen Büro des THW Itzehoe.

Es sei spürbar, dass die Politik aktuell bereit sei, „in Sicherheit zu investieren“, sagt der gerade für fünf weitere Jahre im Amt bestätigte THW-Ortsbeauftragte Sven Guericke. Davon profitiere auch der Zivilschutz beim Hilfswerk. „Wir sind dankbar dafür“, sagt Guericke. Es habe durchaus einen gewissen Modernisierungsstau beim Ortsverband gegeben. „Einige Fahrzeuge sind 40 Jahre alt.“

Sie zu ersetzen und in moderne Technik zu investieren sei dringend notwendig, denn das THW habe mehr Aufgaben zugewiesen bekommen. Auf der anderen Seite sei es, wie bei allen Hilfsorganisationen, schwieriger geworden, ehrenamtliche Helfer zu finden. Und die Bundeswehr, die früher weit flächendeckender vertreten war als heute, steht als Unterstützung im Notfall nicht mehr so zeitnah zur Verfügung. „Wenn es früher mal an Manpower fehlte, hat man kurz in der Kaserne angerufen und zehn Minuten später machten sich 20 Soldaten auf den Weg und haben irgendwo mit angepackt“, sagt Guericke. Dies sei heute so nicht mehr möglich. Die Lösung für das Dilemma sei der Einsatz von mehr moderner Technik, mit der gut ausgebildete Helfer in kurzer Zeit viel Schlagkraft entwickeln können.

Die nächsten Beschaffungen stehen bereits an: Zwei neue Lkw-Anhänger, die mit unterschiedlicher Ausrüstung bestückt werden können, sind als nächstes dran. Neue Zugmaschinen folgen. Diese Fahrzeuge sind der Grund, warum sich das THW in Itzehoe nach einem neuen Standort umsieht (wir berichten). Sie sind zu groß für die alten Fahrzeughallen am heutigen Standort in der ehemaligen Kaserne an der Oelixdorfer Straße. Entsprechende Umbauten dort sind laut Guericke unter anderem aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich.

Doch auch wenn es laut dem Ortsbeauftragten bereits „gute Gespräche“ zu einem neuen Standort gegeben hat, wird noch Zeit vergehen, bis die insgesamt aktuell 71 THWler eine neue Dienststelle bekommen. Einer der neuen Anhänger werde daher vorerst beim Kieler Ortsverband geparkt. Dies sei übergangsweise möglich, weil der Einsatz einer Trinkwasseraufbereitung, von der Teile auf dem Anhänger verlastet sind, im Ernstfall einen gewissen Vorlauf habe und Zeit bliebe, das Gerät aus der Landeshauptstadt zu holen. „Sinnvoll ist das aber natürlich nicht“, sagt Guericke. Gerade der Übungsbetrieb werde umständlich. Der Ortsverband sucht daher nun auch einen Stellplatz zum Mieten in der Nähe von Itzehoe.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen