Auftakt im Itze-Cool-Camp

Musik zum Auftakt: Betreuer Björn mit (v. r.) Lukas (11), Lena (7), Max (11) und Camille (11).
Musik zum Auftakt: Betreuer Björn mit (v. r.) Lukas (11), Lena (7), Max (11) und Camille (11).

Drei Wochen lang läuft das Ferienangebot der Stadt im Freibad – in der ersten Woche sind 111 Kinder dabei

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21. Juli 2015, 05:00 Uhr

Gestern Morgen, kurz nach 9 Uhr im Hüttendorf im Freibad. Es nieselt. Kurz darauf regnet es richtig. Und die häufigste Frage der Jungen und Mädchen lautet: „Wann können wir ins Wasser?“ Das Itze-Cool-Camp hat begonnen.

Die Antwort der Betreuer auf die immer wieder gestellte Frage: „Noch nicht.“ Erst einmal sollten die Kinder an- und zur Ruhe kommen, sagt Carsten Roeder vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt. 111 Teilnehmer, von angehenden Zweitklässlern bis zu 14-Jährigen, sind es in dieser ersten Woche – „ein neuer Rekord“. Die Zahl der Plätze wurde ausgeweitet, und das Ergebnis ist: „Wir haben alle berücksichtigen können.“ Für die zweite Woche sind 106 Kinder angemeldet, für die dritte 44. „Da kann man sich spontan noch anmelden“, sagt Roeder. Das funktioniert nur im Camp selbst, etwa zehn Plätze stünden noch zur Verfügung – mehr nicht, weil in der Woche die Zahl der Betreuer auf knapp 15 schrumpft.

Fast 25 sind es dagegen in dieser und der kommenden Woche: vier hauptamtliche Kräfte, zwei Jugendliche im Bundesfreiwilligendienst, zwei Praktikanten, der Rest ehrenamtliche Helfer. Sie führen die Kinder zunächst in den Camp-Ablauf ein, so weit das überhaupt nötig ist: „Über die Hälfte ist schon einmal hier gewesen“, schildert Roeder. Diese Kinder kennen die campeigene Währung „Tonis“, die sie sich mit verschiedenen Jobs verdienen können – zum Beispiel als Kellner beim Mittag, wenn das Essen aus dem Schwimmbad-Bistro „Badoro“ serviert wird.

Werkeln, Basteln oder die Eventagentur in verschiedenen Zelten – die Kinder können sich ihre Aktivitäten über den Tag selbst wählen. „Am ersten Tag ist es immer noch ein bisschen wuselig“, sagt Roeder. Aber dann laufe der Betrieb sehr schnell entspannt.

Vor allem dann, wenn die Antwort auf die allgegenwärtige Frage richtig ausfällt: „Wann können wir ins Wasser?“ Nach einer Stunde im Itze-Cool-Camp ist es so weit. Badeklamotten an, Handtücher gegriffen – und schon kommt zum ersten Mal an diesem Tag die Sonne heraus.

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