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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 02:18 Uhr

Sport : Aufstiegskampf mit Farbkugeln

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dritte Liga der Paintball-Spieler ermittelt auf Burger Anlage zwei Teams für die kommenden Saison in der zweiten Liga.

Erstmals gastierte die Paintball Bundesliga in Schleswig-Holstein: Die dritte Bundesliga kam nach Burg, um dort ihr Finale auszutragen und zwei Aufsteiger in die zweite Liga der Farbkugel-Schützen zu ermitteln.

Die 2012 von Martin Kolhoff (kl. Foto) in der der alten Sackfabrik errichtete Paintballanlage ist mit fünf Spielfeldern die Größte im Norden. ,,Das Feld ist super, vor allem hat es eine gute Drainage", lobte nicht nur Kevin Erbrich (33) aus Düsseldorf die Burger Anlage. Bei wechselhaften Wetter von Sonnenschein bis Wolkenbruch, sorgte die Drainage dafür, das sich Spieler und Schiedsrichter nicht in Pfützen werfen mussten. Neben zwölf aus ganz Deutschland angereisten Mannschaften nahmen noch je eine aus Tschechien und Polen am Finale teil.

Neun Stunden lang flogen die Farbkugeln übers Feld. Zehn Minuten währte jede Partie. Sieger ist, wer als Erster vier Punkte hat, oder am Ende der zehn Minuten die meisten Punkte aufweist. Einen Punkt gibt es, wenn es einem Spieler gelingt, unmarkiert die gegnerische Grundlinie zu erreichen und den dort angebrachten Buzzer zu drücken. Das allerdings erwies sich vielfach als schwierig. Mit dem Startsignal sprangen die Spieler hinter die nächstbeste Deckung und gaben Dauerfeuer, um den Gegner in Schach zu halten. Die Momente des Nachladens erwiesen sich so als Chance voran zu kommen auf dem Feld. Neben den insgesamt zehn Spielern befanden sich bis zu zehn Schiedsrichter auf dem Feld plus ein Oberschiedsrichter am Rand. Die Schiris bewegten sich kriechend unter dem Dauerfeuer der Paintballs, wobei jeder Schiri ein bis zwei Teilnehmer fest im Blick hatte. Sobald ein Spieler getroffen wurde, stellten ihn die Schiris vom Feld.

Das Gros der Spieler sind junge Männer um die 25 Jahre, die beruflich fest im Leben stehen müssen, denn Paintball auf Bundesliga-Niveau ist kein ganz billiger Sport. Jeder Spieler jagte am Sonnabend mehrere tausend Balls durch seinen Markierer, wie das mit Luftdruck betriebene Paintballgewehr korrekt heißt. Die gesamte Veranstaltung wurde per Livestream ins Netz übertragen, was wenig verwundert angesichts von 260 000 aktiven Ligaspielern in Deutschland. In Garzau, Wöbbelin und Gera fanden die drei vorherigen Spieltage der 3.Liga statt. In Burg entschied sich, wer auf- und wer absteigt. Das Team ,,PP Arena Gera" holte sich den Ligasieg, gefolgt von ,,Enrage Düsseldorf" auf dem 2. Platz. Beide Mannschaften steigen in die zweite Bundesliga auf. Dort wie auch in der ersten Liga spielen jeweils zwölf Mannschaften. Gleich vier Mannschaften stiegen ab in die Regionalliga: Die ,,Herford Mohawks“, die ,,Bad Fingers Berlin", die ,,Muchachos Berlin" und die ,,Fraggle Army Flensburg“ werden dort in der kommenden Saison um ihren Wiederaufstieg kämpfen.

Martin Kolhoff geht nach der positiven Resonanz aus den Spielerreihen davon aus, das es weitere Auftritte der Bundesliga in Burg geben wird. Das Finale endete mit einem großen Feuerwerk und einer gemütlichen Players Party.

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