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Fußball-Verbandsliga Süd-West : „Aufstieg bleibt unser großes Ziel“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Interview mit Thies Göttsche vom FC Reher/Puls vor dem Kreisderby beim Schlusslicht Rot-Weiß Kiebitzreihe

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erstellt am 25.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Er ist sicherlich der Spieler mit den meisten Assists beim amtierenden Meister der Fußball-Verbandsliga Süd-West FC Reher/Puls – Thies Göttsche. Der 28-Jährige kommt zumeist über die linke Seite und setzt seine Teamkollegen im Angriffszentrum vor dem gegnerischen Tor wie kaum ein anderer in Szene. Nach zwei Auftaktniederlagen zu Beginn der neuen Saison hat der Angreifer mit dem FC inzwischen richtig Fahrt aufgenommen. Sieben Siege stehen seit dem dritten Spieltag zu Buche. Nur aufgrund der Tatsache, dass Reher/Puls mit zwei Partien im Rückstand ist, hinkt das Team aktuell auf Rang fünf noch etwas hinterher. Heute geht es im Steinburger Derby zum Tabellenletzten Rot-Weiß Kiebitzreihe. Thies Göttsche blickt im Interview auf den bisherigen Saisonverlauf, zukünftige Ziele und die aktuelle Begegnung bei RWK.

Hallo Herr Göttsche, wie bewerten Sie derzeit die Situation beim FC?

Momentan sieht es ja wieder gut für uns aus, nachdem wir in den letzten Spielen reichlich Punkte geholt und Boden gut gemacht haben. Unglücklich war für uns der Saisonstart mit zwei Niederlagen. Da hatten wir einige unnötige Hinausstellungen durch Gelb-Rote und Rote Karten zu verkraften. Hinzu kam dann das Spiel gegen Torpedo Neumünster, das abgebrochen werden musste. Aber mittlerweile haben wir uns wieder gefangen und den Anschluss nach oben hergestellt. Für die Zukunft gilt es, die Nachholspiele zu gewinnen und am VfR Horst dran zu bleiben.

Zuletzt gab es seit dem dritten Spieltag in acht Spielen sieben Siege. Nur das Duell beim VfR Horst ging mit 3:4 zwischendurch verloren. Ist der holperige Saisonstart abgehakt?

Das denke ich schon. In Horst lagen wir nach 20 Minuten schon 0:4 hinten, haben dann in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir Fußball spielen können, doch am Ende hat es nicht mehr gereicht, um diese Niederlage noch abzuwenden.

Geht man davon aus, dass der FC in den zwei noch ausstehenden Nachholspielen die volle Punktzahl erzielt, sind Sie quasi zusammen mit dem TSV Wankendorf erster Verfolger des Spitzenreiters VfR Horst. Oder wären Sie mit dieser Einschätzung vorsichtiger?

Letztendlich ist es ja so: Wenn wir den Anschluss zum VfR Horst herstellen wollen, müssen wir die Punkte aus den Nachholspielen holen. Da kommen wir nicht drum herum.

Haben Sie das Ziel Aufstieg in die SH-Liga nach wie vor im Blick?

Das ist natürlich unser großes Ziel. In der letzten Saison waren wir im Team davon ausgegangen, dass wir aufsteigen. Als wir die Nachricht erhielten, dass wir als Spielgemeinschaft nicht aufsteigen können, waren wir ziemlich platt in der Mannschaft. Wir wollen den Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga auf jeden Fall nach wie vor in Angriff nehmen, obwohl wir in dieser Saison merken, dass es sehr schwierig ist, die Leistung des vergangenen Spieljahres zu wiederholen.

Sie selbst fallen auf der linken Außenbahn als Linksfuß immer wieder durch Torvorbereitungen auf. Wie sehen Sie selbst Ihre Rolle im Team?

Ich sehe mich schon in erster Linie als Vorbereiter. Als Vollstrecker bin ich vor dem Tor nicht egoistisch genug. Es ist so, dass ich lange Zeit im linken Mittelfeld gespielt habe. In einem Gespräch mit unseren Trainern hatte ich darum gebeten, weiter vorne offensiv spielen zu dürfen, die defensiven Aufgaben los zu werden und mich auf meine Laufbereitschaft und das In-Szene-Setzen meiner Mitspieler konzentrieren zu können. Das hat zuletzt ja auch sehr gut geklappt.

Sie haben bislang sechs Tore in dieser Saison erzielt. Haben Sie mal gezählt, wie viele Tore sie vorbereitet haben?

(Lacht) Gezählt habe ich das nicht. Es waren aber auf jeden Fall mehr als sechs, denke ich.

Im Steinburger Derby heute beim Tabellenletzten in Kiebitzreihe ist ein Sieg sicher Pflicht.

Ja, absolut. Wenn man sich die Tabelle ansieht, ist klar, dass wir dort unbedingt drei wichtige Punkte holen müssen. Letztendlich darf man so einen Gegner aber auch nicht unterschätzen. Kiebitzreihe hat einige Spiele nur knapp oder unglücklich verloren. Aber wenn wir uns auf unsere Stärken konzentrieren, werden wir dort gewinnen.

Wird es wieder so deutlich, wie vor gut fünf Monaten, als der FC mit einem 6:0 bei RWK am 17. Mai 2014 die Meisterschaft der vergangenen Saison perfekt gemacht hat?

Ich wäre mit einem 2:0 sehr zufrieden. Wichtig ist, dass die Null hinten steht und wenn wir vorne dann das eine oder andere Tor erzielen, reicht mir das.


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