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Turnhallenbrand : Aufgeheizt: Schüler können kommen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schulzentrum Heide-Ost: Nach dem Turnhallenbrand wurde gestern die Gasheizung für die zwei Schulen wieder angeschmissen

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 05:00 Uhr

20 Zentimeter hoch stand das Wasser rund um die Heizkessel, die am Schulzentrum Heide-Ost für warme Klassen sorgen. Das Löschwasser saugte sich in den Boden und so war schnell klar: Der Estrich muss raus. Mehrere Unternehmen aus der Region legten in den vergangenen Tagen Hand an, um das kleine Heizungshaus trocken zu legen und die Heizkessel wieder einsatzbereit zu machen. Gestern war es dann soweit: Heizungsbauer Torsten Scharper von der Firma Heinemann in Heide und Hausmeister Thorsten Wohlgehaben warfen gegen 14.45 Uhr die Gasheizung an und durch dicke Röhren floss wieder heißes Wasser in die Heizkörper von Gymnasium und Gemeinschaftsschule.

„Wenn die Pumpen kein Wasser haben, laufen sie fest“, erklärt der Heizungsbauer das Dilemma. Die kleinen Pumpen im Schulgebäude, die das Wasser durch das Gebäude leiten, könnten trocken gelaufen sein. Vor gut eineinhalb Wochen musste die Heizung abgestellt werden, als der Sporthallenkomplex in Flammen aufging. Im Rahmen der Gefahrenverhütung wurde der Gaszufluss für das Heizgebäude direkt neben der Brandstelle sofort abgeklemmt. Auch die Stromversorgung musste abgestellt werden.

Doch damit nach den Ferien der Schulbetrieb weitergehen kann, legten die Firmen, wie die Willbau GmbH aus Weddingstedt, Hand an. Das Bauunternehmen legte das Gebäude trocken. Dank Elektro Schulz aus Heide fließt wieder Strom. Heizungsbauer Torsten Scharper hingegen sorgte sich um die Pumpen – um die kleinen im Gebäude, die, sofern nötig, innerhalb von zwölf Stunden leicht zu ersetzen seien und um die zwei blauen Hauptanlagen im Heizungshaus samt Elektrik.

Das kleine Heizungshaus steht direkt am Großparkplatz zwischen den Schulgebäuden und grenzt direkt an die Turnhalle an. Wo sie war, liegt noch Schutt und Asche. Das Heizungshaus wirkt wie die letzte Bastion neben dem großen Trümmerhaufen. Für diesen hatten Hausmeister und Heizungsbauer jedoch keinen Blick. Sie montierten außen am Heizhaus die Rohrverkleidungen neu.

Dort, wo das heiße Wasser aus dem Heizhaus zum Schulgebäude fließt, erinnert noch ein kleiner Rohrfortsatz an die dicke Oberleitung, die zur Turnhalle ging. Sie liegt nun verbogen auf dem Boden. Hier sei während der Löscharbeiten ein Bagger durchgefahren. Um die Heizkraftanlage wieder in Betrieb zu nehmen wurde die Zuleitung versiegelt.

„Es wäre schön, wenn nichts kaputt wäre“, äußerte Hausmeister Wohlgehaben, bevor es an den Testlauf ging. Dabei wurde die Heizung in vier Gebäudeabschnitten seperat hochgefahren und geprüft. Am Ende war die Erleichterung groß. Der Start erfolgte reibungslos. Die Schüler am Schulzentrum Heide-Ost erwarten nach den Ferien warme Klassenzimmer.

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