Heiligenstedten : „Aufgalopp“ der Rinderzüchter

Vorstandsmitglied Volker Hardt (von links) mit dem erfolgreichen Rotbuntzüchter Frank Sievers aus Beidenfleth sowie Stefan Kruse und Lars Reimers, die gemeinsam den Kreisverein für Steinburg und Pinneberg führen.
Vorstandsmitglied Volker Hardt (von links) mit dem erfolgreichen Rotbuntzüchter Frank Sievers aus Beidenfleth sowie Stefan Kruse und Lars Reimers, die gemeinsam den Kreisverein für Steinburg und Pinneberg führen.

Der SH-Verbands-Geschäftsführer ist zufrieden: Die Erlöse steigen im Durchschnitt um rund 300 Prozent.

shz.de von
14. Januar 2018, 08:59 Uhr

Die Mitgliederversammlung in Heiligenstedten war für die Rinderzüchter aus den Kreisen Steinburg und Pinneberg sowie aus Hamburg der „Aufgalopp“ in das neue Zuchtjahr. Darüber berichtete der Geschäftsführer der Rinderzucht Schleswig-Holstein (RSH), Matthias Leisen, als er die für die Zucht eingesetzten rot- und schwarzbunten Bullen in Wort und Bild vorstellte. Er zeigte sich zufrieden mit den Besamungszahlen des vergangenen Jahres, die nur um zwei Prozent gesunken seien. Bei der Zuchtviehvermarktung seien dagegen die Anzahl der verkauften Tiere um 24,6 Prozent und der Umsatz um 42,4 Prozent gestiegen. Das bedeute, dass sich die Durchschnittserlöse pro Tier um zirka 300 Euro verbessert hätten.

Im Einzelnen stellte Leisen die schwarz- und rotbunten Bullen mit ihren Leistungsmerkmalen vor. Über die Rinderzucht Schleswig-Holstein werde das Sperma der Top-Befruchter auf den Höfen eingesetzt. Die RSH setze aktuell neben neun schwarz- und acht rotbunten Bullen zwei neue DN-Bullen ein, die in der Zucht Doppelnutzung – Tiere mit hoher Milch- und Fleischleistung – hervorbringen. „Der Bulle ‚Snake Red‘ ist die bundesweite Nummer 1“, lobte Leisen den Spitzenvererber der RSH. Die Mitgliederzahlen im RSH seien im vergangenen Jahr von 248 auf 214 gesunken, während sich die Zahl der Herdbuchkühe in Steinburg und Pinneberg nur um 80 verringert habe. „Damit können wir insgesamt zufrieden sein“, sagte der RSH-Geschäftsführer.

Das Führungsduo des RSH-Kreisverbands mit Stefan Kruse aus Rellingen und Lars Reimers aus Westerhorn ehrte gemeinsam mit Beisitzer Volker Hardt die Züchter von drei rotbunten Elite-Kühen, die sich mit einer Lebensleistung von jeweils mehr als 125 000 Kilogramm Milch hervorgetan haben. Seit der Erstkalbung im Jahr 2005 brachte es die Kuh „Friesin“ von Frank Sievers aus Beidenfleth auf 232 400 Kilogramm Milch, gefolgt von der Kuh „Canada“ (2003) des Züchters Hauke Jaacks aus Hamburg mit 128 800 Kilogramm Milch und der Kuh „Gibraltar“ (2007) von Lars Reimers aus Westerhorn, deren Euter bisher 126 000 Kilogramm Milch produzierte.

Nach dem Jahresbericht von Stefan Kruse gab Kassenführer Knut Asbahs-Diercks aus Sommerland einen Überblick über die Finanzlage des Kreisverbands. Dafür wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Knut Asbahs-Diercks und Beisitzer Hauke Pein aus Appen wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

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