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400-Jahr-Feier : Auf Zeitreise im 17. Jahrhundert

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Geschichtsfan Kai Pees will die dänische Vergangenheit in Glückstadt bewahren. Für die 400-Jahr-Feier plant er deshalb historische Stadtführungen und Gottesdienste auf Dänisch.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 16:34 Uhr

Zahlreiche Glückstädter wollen sich für die 400-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 2017 engagieren. In unserer Serie Der Mensch dahinter stellen wir einige von ihnen vor. Heute: Kai Pees.

 

Kai Pees (37), in Gelsenkirchen geboren, zog vor fünf Jahren nach Herzhorn. Der Liebhaber historischen Geschehens ist vom grünen Land an der Waterkant begeistert. Seine Urlaube verbrachte er meistens in Schleswig-Holstein oder an der See. Bedingt durch das allgemeine Interesse an Geschichte, hat Pees sich auch mit der Historie von Glückstadt befasst. Beruflich ist Kai Pees bei Man Diesel & Turbo Se als Abteilungsleiter der Exportkontrolle beschäftigt. In Hamburg sowie Rostock ist er im Rahmen der Rechtsabteilung des Unternehmens tätig – im Bereich Außenwirtschaft und Zollrecht.

Durch seinen Beruf pendelt er zwischen Hamburg, Rostock und Dänemark hin und her. Von September 2011 bis Januar 2013 hat Pees an den Standorten in Frederikshavn und Kopenhagen die Abteilung Exportkontrolle mit den entsprechenden Projektteams aufgebaut. Um sich mit seinen dänischen Kollegen besser verständigen zu können, belegte Pees im März 2012 einen Intensivsprachkursus im Einzelunterricht mit einem Muttersprachler in Dänisch. „Das ist die beste Möglichkeit, um eine Fremdsprache zu lernen“, sagt er.

Aber nicht nur die Sprache hat er gelernt, sondern auch das Schriftbild. Diese Voraussetzung ermöglicht ihm nun die Nutzung neuer Quellen auf Dänisch.Und somit kann Pees sich intensiver mit der Geschichte von Glückstadt, Christian IV, Tordenskiold und Frederik IV befassen.

Das Interesse an Dänemark und speziell die gemeinsame Geschichte Dänemarks und der Herzogtümer Schleswig und Holstein wuchs immer mehr. Der autodidaktische Historiker ist extra in den „Tordenskilds Soldater Fladsrand“ Verein in Frederikshavn eingetreten. Der Grund: „Dieser Verein ist ein Abbild für die Glückstädter Geschichte.“ In Frederikshavn finden seit Jahren die so genannten Tordenskiold-Tage statt – ein historisches Spektakel. Wenn er dort mitwirken darf, fühlt sich Kai Pees als „Generalleutnant“ in das 17. Jahrhundert zurückversetzt. Etwa 1000 Statisten und Schauspieler, alle in historischen Kostümen, seien schließlich eine Augenweide für Einheimische und Touristen.

Kais Pees’ größter Wunsch ist es, die dänische Geschichte in Glückstadt – und davon gibt es heute noch viele sichtbare „Zeitzeugen“ – wieder lebendig werden zu lassen. Außerdem möchte er dazu beitragen, dass das „Dänische Erbe“ in der Region erhalten bleibt. Und er hat verschiedene Ideen zur 400-Jahr-Feier 2017 – von einer historischen Stadtführung auf Dänisch in historischer Gewandung über Tordenskioldstage in Glückstadt bis hin zu Gottesdiensten auf Dänisch in der Stadtkirche. Außerdem möchte der 37-Jährige einen Verein gründen, um seinen Mitbürgern eine komplette Datensammlung auf Dänisch zugängig zu machen.

 

 

 

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