Messe : Auf in die zweite Berufszeit

Kind als Karriereknick? Das muss nicht sein. Die Messe „Auf in die zweite Berufszeit“ gibt Frauen Tipps zum beruflichen Wiedereinstieg.
Kind als Karriereknick? Das muss nicht sein. Die Messe „Auf in die zweite Berufszeit“ gibt Frauen Tipps zum beruflichen Wiedereinstieg.

Frauen, die nach längerer Pause ins Arbeitslebens zurückkehren möchten, erhalten am 13. November wertvolle Tipps im Rathaus Itzehoe.

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04. November 2013, 11:45 Uhr

Wer sich nach längerer Pause ins Berufsleben zurückkehren möchte, steht oft vor einer Vielzahl von Problemen und Fragen. Kann ich in meinen erlernten Beruf zurückkehren oder muss ich mich neu orientieren? Wo kann ich mich fortbilden oder ausbilden lassen? Bekomme ich finanzielle Förderung? Wo kann ich mich erkundigen und bei wem muss ich entsprechende Anträge stellen? Der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach einer längeren Phase der Familienarbeit erfordert viel Planung und Durchhaltevermögen. Die praktischen Fragen der Kinderbetreuung und der Umverteilung der Aufgaben in der Familie müssen geklärt sein, bevor eine Frau wieder erfolgreich in den Beruf starten kann. Doch was ist, wenn zu diesen praktischen Fragen noch ganz andere Hindernisse kommen? Wenn sich der Beruf in der Zeit der Abwesenheit so stark verändert hat, dass man nicht mehr zurück kann oder will? Oder wenn der Beruf sich überhaupt nicht mit der Familie vereinbaren lässt? „Eine Neuorientierung auf dem Arbeitsmarkt kostet zusätzlich viel Zeit, Kraft und Nerven, da möchten wir helfen und die Unsicherheit beseitigen“, meint Tinka Frahm, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Steinburg.

Unter dem Motto „Auf in die zweite Berufszeit - Eine Messe für einen erfolgreichen (Wieder-)Einstieg in eine erfüllte zweite Berufszeit“ können sich Frauen am Mittwoch, 13. November, von 9 bis 13 Uhr im Foyer des Rathauses Itzehoe (Reichenstraße 23) über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informieren. Organisiert wird die Messe von den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Heide und des Jobcenters Steinburg und von den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis.

„Steinburg wird in Zukunft stark von dem demografischen Wandel betroffen sein. Die Region verliert aufgrund von Altersabgängen viele Fachkräfte, die nicht nur mit Jugendlichen ersetzt werden können. Rund 80 Prozent der Frauen, die aufgrund der Familienarbeit nicht in Beschäftigung sind, verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Uns ist es wichtig, diesen Frauen zu zeigen, dass der Arbeitsmarkt Möglichkeiten und Chancen bietet“, betont Monika Schmudde, die Beauftragte für Chancengleichheit der Heider Arbeitsagentur. Auch aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der Messe auf den gefragten Berufen im Bereich Gesundheit, Soziales und Erziehung.

Neben den Infoständen der Aussteller wird es für die Messebesucherinnen eine Reihe von Vorträgen zu ausgewählten Themenbereichen geben (siehe Infokasten). „In der Regel richten sich Berufsmessen an Schulabgänger und Uniabsolventen“, weiß Karin Lewandowski, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Itzehoe. „Frauen, die nach einer Familienphase wieder arbeiten wollen, wissen oft nicht, wohin sie sich wenden können. Wiebke Tischler, die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Kellinghusen, fügt hinzu: „Dies wollen wir ändern, diese Messe ist ein erster Schritt dahin.“

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