Nachwahl in Itzehoe : „Auf Ihre Stimme kommt es an“

Urne, Wahlzettel und Umschläge für das Wahllokal liegen schon bereit: Gut vorbereitet für die Nachwahl im Wahlkreis 6 sehen sich Viktoria Bergstedt und Holger Pump von der Stadtverwaltung.
Urne, Wahlzettel und Umschläge für das Wahllokal liegen schon bereit: Gut vorbereitet für die Nachwahl im Wahlkreis 6 sehen sich Viktoria Bergstedt und Holger Pump von der Stadtverwaltung.

In Itzehoe wird eine Nachwahl zur Ratsversammlung fällig. Im Wahlkreis 6 sind rund 1600 Itzehoer zur Stimmabgabe aufgerufen.

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26. Mai 2018, 07:42 Uhr

„Demokratie lebt von einer regen Bürgerbeteiligung. Gestalten Sie die Zukunft der Stadt Itzehoe mit. Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch, auch auf Ihre Stimme kommt es an.“ Mit diesen Worten rufen Bürgervorsteher Heinz Köhnke und Bürgermeister Andreas Koeppen in einer gemeinsamen Erklärung rund 1600 Itzehoer auf, morgen zwischen 8 und 18 Uhr bei der Nachwahl im Wahlkreis 6 abzustimmen.

Die Sorge hinter dem Aufruf: Die Wähler haben im Wahllokal in der Fehrs-Schule, Fehrsstraße 16, bereits am eigentlichen Kommunalwahltermin am 6. Mai ihre Stimme abgeben. Allerdings nur für den Kreistag, nicht für die Itzehoer Ratsversammlung. Nun, so die Befürchtung, hat vielleicht der eine oder andere nicht mitbekommen, dass er die Stadtvertretung erst jetzt wählen kann oder hält die Nachwahl für unbedeutend. „Alle Wähler sind direkt angeschrieben worden und haben Wahlbenachrichtigungen für morgen bekommen“, sagt Holger Pump, stellvertretender Gemeindewahlleiter.

Notwendig geworden war die Nachwahl durch den überraschenden Tod der Direktkandidatin des Itzehoer Bürgerforums (IBF) für den Wahlkreis 6. Zwar verzichtete das IBF aus Pietät gegenüber der Verstorbenen auf die Nominierung eines anderen Kandidaten. Das Wahlrecht sieht in solchen Fällen trotzdem eine Verschiebung vor, um Parteien und Wählergemeinschaften genau diese Option offen zuhalten.

Unbedeutend ist die Wahl morgen keinesfalls, auch wenn sie die grundsätzlichen Mehrheitsverhältnisse in der Ratsversammlung nicht mehr verändern wird. So wird die CDU in jedem Fall stärkste Kraft bleiben. Doch es wird mindestens ein weiterer Sitz für einen Direktkandidaten vergeben. Geht dieser Sitz an die Christdemokraten, könnten andere Parteien ebenfalls weitere Sitze als so genannte Überhangmandate bekommen. Denn am 6. Mai gingen bereits 12 von 15 Direktmandaten an die CDU. Dies würde der Partei mehr Sitze bescheren, als es ihrem prozentualen Stimmanteil entspricht. Deshalb wird entsprechend bei anderen Parteien mit Überhangmandaten „aufgestockt“. Profitieren könnten am Sonntag sowohl die SPD als auch die Grünen. Entscheidend ist am Ende das Verhältnis der Wählerstimmen. Möglich ist aber auch, dass eine Partei bei einem guten Wahlergebnis am Sonntag auch regulär noch einen weiteren Listenkandidaten in die Ratsversammlung bekommt.

Der Wahlmodus ist denkbar einfach: Sieben Kandidaten (siehe unten) stehen als Direktkandidaten auf dem Wahlzettel, jeder Wähler kann einen von ihnen mit einer Stimme wählen.

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