Auf einem Hof bei Brokdorf: Drei Brände in 14 Jahren

 Feuerwehrleute im Büro des Wohnhauses, wo das Feuer vermutlich ausgebrochen ist.
Feuerwehrleute im Büro des Wohnhauses, wo das Feuer vermutlich ausgebrochen ist.

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12. Juni 2015, 16:57 Uhr

Zum dritten Male innerhalb von nur 14 Jahren trifft den Hof Wiggers in Siethwende ein Schicksalsschlag: 2001 war das gesamte landwirtschaftliche Anwesen niedergebrannt, 2005 standen Heuballen lichterloh in Flammen und gestern richtete ein Schwelbrand in dem nach dem Großfeuer neu errichteten Einfamilienhaus erheblichen Schaden an.

Die Sirenen heulen kurz nach sieben Uhr. Ein Motorradfahrer hat Rauch bemerkt und Alarm geschlagen. Das Ehepaar Wiggers wird zur gleichen Zeit aufmerksam, als beim Melken der Strom ausfiel. Dann die Schrecksekunde: Ist die Tochter noch im Gebäude? Jürgen Wiggers, selbst aktiver Feuerwehrmann, stellt eine Leiter an ein Fenster und schlägt die Scheibe ein, um einen Rettungsversuch zu unternehmen. Dann die glückliche Entwarnung: Das Mädchen ist bereits auf dem Weg zur Schule.

Inzwischen sind die Feuerwehren aus Brokdorf und Wewelsfleth eingetroffen. Zusätzlich sind Helfer aus St. Margarethen in Marsch gesetzt worden, die dann aber nicht mehr eingreifen müssen. Knapp 40 Feuerwehrleute sind schließlich vor Ort, unter ihnen zahlreiche Träger von Atemschutzgeräten, die sich in dem schon völlig verräucherten Gebäude einen Überblick verschaffen.

Der als Büro genutzte Raum im hinteren Teil des Gebäudes steht beim Eintreffen der Feuerwehr bereits lichterloh in Flammen. Die Hitzeentwicklung ist so groß, dass die Scheibe schon geborsten ist. Der Einsatzleiter und Wehrführer Thorsten Block geht davon aus, dass der Brand im Büro ausgebrochen ist. Erste Vermutung: ein elektrischer Defekt. Im Bereich von Stromleisten sei alles völlig verschmort gewesen. Näheres müssen allerdings noch die Experten die Itzehoer Kripo ermitteln.

Der Umfang des Schadens war gestern noch nicht zu übersehen. Menschen und Tiere waren nicht in Mitleidenschaft gezogen. Lediglich vorsorglich wurde die Ehefrau des Besitzers mit einem Rettungswagen wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Die Helfer hatten das Geschehen dann relativ schnell unter Kontrolle. Laut Feuerwehr waren knapp 40 Einsatzkräfte vor Ort.

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