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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 12:44 Uhr

Ausstellung : Auf den Spuren der Mönche

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verein Mönchsweg zeigt in Zusammenarbeit mit der Sparkasse eine Ausstellung über den Pilgerweg

von
erstellt am 09.Apr.2015 | 05:00 Uhr

Zu sich selber finden, ist ein Bedürfnis der Menschen. Davon ist Pastor Thomas-Christian Schröder überzeugt. Eine Pilgerreise ist eine Reise, in der sich die Menschen mit ihrem Leben auseinander setzen. Und seit Glückstadt Pilgerroute ist, hat der Pastor weit mehr Besucher in der Kirche.

Die Pilger, die auf dem Mönchsweg unterwegs sind, fahren Fahrrad. Sie genießen die Natur, erleben aber auch viel Kultur. Sie besuchen Kirchen, Klöster und Kapellen. Sie sind auf den Spuren der Mönche, die das Christentum in den Norden brachten.

Wie die Route aussieht und was der Radfahrer dort alles sehen kann, dies zeigt eine Ausstellung in der Sparkasse. Zu sehen ist sie in Glückstadt bis zum 17. April. Dann vom 20. bis 30. April in den Sparkassen-Filiale Krempe und vom 5. bis 15 Mai in Kellinghusen.

Erik Bornholdt engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Pilgerroute, deren Ausgangspunkt vor sieben Jahren noch Glückstadt war und zunächst bis auf die Insel Fehmarn führte. Inzwischen ist sie ausgedehnt nach Niedersachsen und nach Dänemark. 1000 Kilometer ist sie inzwischen lang, 340 Kilometer davon in Schleswig-Holstein.

Die Augen des Kellinghuseners fangen an zu leuchten, wenn er von dem Mönchsweg spricht. Er schwärmt von der „wunderschönen Glückstädter Stadtkirche“, von der St. Laurentii-Kirche in Itzehoe. Und von der „Oase der Ruhe“ – dem Klosterhof. Als Tipp nennt er auch die Schlosskapelle der Rantzaus, die an manchen Tagen für die Öffentlichkeit geöffnet ist.

Bornholdt kennt die Schönheiten der Route. Er begeistert sich für den Taufengel der Breitenburger Kirche ebenso wie für die Kellinghusener Kirche. „Sie ist innen modern gestaltet.“ Und besonders schön sind die Fenster, wenn die Sonne scheint.


Viele kulturelle Denkmäler stehen an Route


Ein Unikat ist die kleine Waldkapelle in Mönkloh, wo einst die Idee für die Pilgerroute entstand. Der damalige Bürgermeister Fritz Abel habe die Idee vor 15 Jahren gehabt. Pfingsten vor sieben Jahren wurde der Weg dann eingeweiht. Mit erheblichen Fördermitteln. Ein Verein kümmert sich. „Finanziert wird er durch die Umlagen der Gemeinden“, sagt Bornholdt.

Viele kulturelle Denkmäler legt er den Pilgern ans Herz. Unter anderem auch das Kloster Nütschau. Dort können die Radfahrer das traditionelle und abgeschiedene Leben der Benediktinermönche kennen lernen.

In der Ausstellung ist die Route in Schleswig-Holstein zu sehen. Wer weiter möchte, kann auf dänischer Seite bis Roskilde radeln. „Dort ist das Grab von König Christian IV.“, verweist Bornholdt auf den Glückstädter Stadtgründer. „Ich hoffe, dass die Strecke noch weitergehen wird“, sagt Bornholdt. Der Verein arbeitet daran. „Ich hoffe bis nach Lund in Schweden.“


Radler holen sich Stempel für Pilgerpass


Martina Kriwy, hauptamtliche Mitarbeiterin der Geschäftsstelle Verein Mönchsweg, erzählt: „Die Pilgerroute in Niedersachsen haben wir im vergangenen Jahr eingeweiht.“ Mittlerweile gibt es auch eine Broschüre, die den Weg von Bremen bis Puttgarden beschreibt. In diesem Heft gibt es viele Kontakte und verschiedene Routen mit Übernachtungsmöglichkeiten. „Wir bieten auch Pauschalreisen an“, so Martina Kriwy. Zudem gibt es ein Radtouren-Buch mit Karten sowie einen Pilgerpass. In diesem können sich die Radler Stempel in den einzelnen Kirchen abholen.

Letzteres wird auch in der Glückstädter Stadtkirche häufig gewünscht. Und dort, so sagt Pastor Schröder, gibt es Hinweise speziell für Pilger. Unter anderem verweist er auf die Jakobsmuscheln – die Kerzenteller, die an den Heiligen Jakob erinnern.

Die Ausstellung wird von der Sparkasse finanziert. „Als Kulturförderer“, sagt Oliver Puls, Leiter der Sparkasse in Glückstadt.

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