Auf den Dörfern bricht die Zukunft an

Glasfaser-Ausbau: Erste Anschlüsse sollen im April 2016 fertig sein

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02. Juli 2015, 16:39 Uhr

Das schnelle Internet soll auch im Amt-Herzhorn Einzug halten. In Horst wurden die Bürger zur ersten Informationsveranstaltung eingeladen. Damit ist das Dorf das erste, welches im Amtsbereich ausgebaut wird. Auch Kollmar, Neuendorf, die Engelbrechtsche und Blomesche Wildnis, Borsfleth, Krempdorf und Herzhorn sollen bis 2018 ihr schnelles Internet bekommen. Auftraggeber ist der Zweckverband Breitband des Kreises Steinburg. Mit der Vernetzung beauftragt sind Stadtwerke Neumünster, die jetzt in Horst informierten. Rund 300 Interessierte kamen, um Einzelheiten über die zukünftigen Möglichkeiten der Anbindung an das Glasfasernetz zu erfahren.

Bürgermeister Ernst-Wilhelm Mohrdiek, gleichzeitig auch Amtsvorsteher des Amtes Horst-Herzhorn und Vorsitzender des Zweckverbandes Breitband, freute sich über die Resonanz . „Der Anschluss an das Glasfasernetz ist für die Einwohner und unsere Gemeinde eine Investition in die Zukunft“, sagte er. Er rechne damit, dass rund 95 Prozent des Gemeindegebietes angeschlossen werden kann. „Wer nun ganz lauschig wohnt, bei dem dürfte es allerdings schwierig werden, die Glasfaserleitung zu bekommen“, sagte Mohrdiek zu Grundstücken, die in einsam gelegenen Außenbezirken liegen.

Der Zweckverband Breitband, zu dem fast alle Gemeinden des Kreises gehören, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Glasfasernetz flächendeckend einzuführen. „Das ist eine Herkulesaufgabe. Im Bereich Steinburg-Süd ist Horst die erste Gemeinde, in der das Vorhaben umgesetzt wird“, so Mohrdiek

Richard Krause, Vertreter des Kompetenzzentrums Breitband des Landes Schleswig-Holstein, berichtete, dass sich das Land zum Ziel gesetzt hat, bis zum Jahre 2030 jedes Haus mit Glasfaser zu versorgen. In 302 Gemeinden des Landes bestehe bereits der Anschluss. „Die Absicht, das Glasfasernetz als Zukunftstechnologie flächendeckend einzuführen, ist eine historische Chance für den Kreis Steinburg.“

Den Vorteil der Anbindung der Gemeinden an das Netz durch die Stadtwerke Neumünster sehen die Verantwortlichen darin, dass das Netz im Eigentum des Zweckverbandes, also der beteiligten Gemeinden, bleibt. „Wir bauen und bieten verschiedene Möglichkeiten des Anschlusses mit unterschiedlichen Tarifen an. Telefon, Fernsehen und Internet, ganz nach Wunsch der Kunden“, so Martin Stadie von den Stadtwerken. Im Aktionszeitraum seien der Hausanschluss bis zu 20 Meter, das Netzanschlussgerät und ein Wlan-Router kostenfrei, so Stadie. Voraussetzung ist dabei der Abschluss eines 24-Monate-Vertrages mit den Stadtwerken Neumünster. Zusätzliche Rabatte gebe es, wenn auch Strom oder Gas von den Stadtwerken bezogen werde.

Die Bauarbeiten sollen Anfang kommenden Jahres beginnen und im April fertig sein. Es ist geplant, nach den Sommerferien ein weitere Informationsveranstaltung zunächst für Horst anzubieten.

Gegenüber unserer Zeitung sagte Mohrdieck anschließend: „Die Veranstaltung ist super gelaufen. Ein gutes Signal, dass es jetzt losgehen kann.“ Es werde ein „Bürgernetz“, das den Bürgern gehöre.

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